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Dautmergen Fahrer braucht Geduld und starke Nerven

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Bruno Siegmund (rechts) fährt seit mehr als 15 Jahren die Kinder aus Dautmergen in den Kindergarten nach Dotternhausen. Eltern und Kinder sind voll des Lobs über den "besten Fahrer, den es gibt". Foto: Visel Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Bernd Visel

Dautmergen. Zweimal täglich fährt das Kindergarten-Busle von Dautmergen nach Dotternhausen und wieder zurück. Die Kindergartenkinder freuen sich auf die Fahrt. Am Steuer sitzt Bruno Siegmund – und das seit nunmehr 15 Jahren. Zuvor fuhr seine Frau Erika.

Es ist kurz nach 12 Uhr. Vor dem Bürgerhaus in Dautmergen treffen die Eltern der Kindergartenkinder ein. Sie warten auf den weißen VW-Bus, der von Dotternhausen kommt und ihre Kinder zum Mittagessen bringt. Gegen 12.20 Uhr fährt der Bus auf den Platz. Bruno Siegmund hält an und lässt die Kinder aussteigen, die freudestrahlend die Eltern und ihre Geschwister, die zum Abholen mitgekommen sind, begrüßen.

Bürgermeister Hans Joachim Lippus kommt aus dem Rathaus, redet einige Worte mit den Eltern und dem Busfahrer. "Herr Siegmund gehört zum Kindergarten-Bus wie die Handbremse zum Auto", sagt er und lobt Siegmund als "stets zuverlässigen Fahrer".

Auch die Eltern sind voll des Lobs über den Mann, der täglich ihre Kinder chauffiert: "Einen besseren Fahrer gibt es nicht", sagt Frank Wager, der seinen dreijährigen Sohn Nick abholt. "Die Fahrten mit dem Bus funktionieren einwandfrei", betont er und bescheinigt Siegmund, "viel Geduld und Nerven wie Drahtseile" zu haben. Aber auch die jungen Fahrgäste haben Spaß im Auto, wie Nick bestätigt: "Das ist schön."

Seit 1977 werden die Dautmerger Kindergartenkinder nach Dotternhausen gefahren. Die Eltern müssen 13 Euro pro Monat als Fahrgeld zahlen, ansonsten gelten die gleichen Kindergartengebühren wie in Dotternhausen, informiert Lippus.

Wie viele Kilometer Bruno Siegmund in den vergangenen 15 Jahren zurückgelegt hat, weiß er nicht genau. Jedenfalls sei der VW Bus elf Jahre alt und habe mehr als 100 000 Kilometer hinter sich gebracht – vorwiegend für die Kindergarten-Fahrten.

Derzeit besuchen neun Kinder aus Dautmergen den Hort in Dotternhausen. "Früher", weiß Siegmund, "waren es auch schon mal über 20. Dann musste zweimal gefahren werden." Mit den Kindern, die im Busle mitfahren, gebe es keine Probleme. "Die sind freundlich und lieb." Und selbst wenn einmal gestritten werde, bleibt Bruno Siegmund gelassen: "Die Fahrt ist ja kurz, das geht schnell vorbei."

Allerdings trage man als Fahrer natürlich eine große Verantwortung für die Kinder, die im Auto sitzen, betont er. Ein Lob hat er für die Erzieherinnen im Dotternhausener Kindergarten parat, die sehr hilfsbereit seien und ihm täglich helfen würden, die Kinder vor der Rückfahrt im Fahrzeug anzuschnallen.

An größere Vorkommnisse während den Fahrten kann sich Bruno Siegmund nicht erinnern: "Bisher hat das immer ganz gut und reibungslos geklappt." Und wenn er einmal ausfalle, weil er krank oder einen anderen Termin habe, springe eben seine Frau Erika ein, die schon vor ihm mit dem Busle gefahren sei: "Und das viel länger als ich es bisher getan habe."

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