Eine Befristung der Parkdauer auf drei Stunden gibt es bereits beim Friedhofsparkplatz. Foto: Kommert

Ein heikles Thema schlägt im Gemeinderat Schönwald auf. Eine Befristung der Parkdauer soll eingerichtet werden.

Schönwald - In der ersten Sitzung nach langer Sommerpause legte Bürgermeister Christian Wörpel dem Gemeinderat ein heikles Thema vor: Der Rathaus- und Feuerwehrparkplatz und die daraus resultierenden Ärgernisse.

Kritik von Anwohner

Eigentlich, so Wörpel, sei der Parkplatz tagsüber vor allem für die Mitarbeiter und Besucher des Rathauses sowie für Privatfahrzeuge der Feuerwehr gedacht, wenn diese ausrücken müsste. Gerade im vergangenen Jahr sei immer wieder beobachtet worden, dass die Plätze zunehmend von Dauerparkern besetzt seien – "wir haben im Winter erlebt, dass Fahrzeuge so zugeschneit waren, dass man sie kaum mehr gesehen hat; die standen mit Sicherheit wochenlang am selben Ort", verdeutlichte der Bürgermeister die Situation.

Daher schlage die Gemeindeverwaltung nun vor, analog zum Friedhofsparkplatz, eine Befristung der Parkdauer auf drei Stunden einzurichten für den Zeitrahmen von 6 bis 20 Uhr, nachweisbar über eine Parkscheibe – was beim Friedhof seitens eines Anwohners heftig kritisiert wurde: Er würde deswegen gerne das Gespräch mit dem Bürgermeister suchen. "Meine Tür steht jedem offen", so Wörpel.

Nachts keine Probleme

Ab 20 Uhr stehe die Parkfläche zur Verfügung, Mitarbeiter des Rathauses und der Tourist-Info erhielten dann einen Parkausweis, was auch für Veranstaltungen in der Uhrmacher-Ketterer-Halle (UKH) gelte.

"Wie sieht das bei Feuerwehreinsätzen nach 20 Uhr aus?", wollte dazu Adalbert Oehler (CDU) wissen. Nachts gebe es da tendenziell keine Probleme, erfuhr er von seinem Fraktionskollege Markus Fehrenbach. Wie das dann mit der Parkfläche an der Beethoven-Straße unterhalb der UKH aussehe, bleibe abzuwarten, erklärte Wörpel auf die Anfrage von Johannes Göppert (FLS).

Zu bequem?

Auch wegen der vielen Ferienwohnungen und –häuser, deren Nutzer oftmals auf öffentlichen Parkplätzen stünden, wurde hingewiesen. Dazu wurde der Bürgermeister leicht ärgerlich – es könne nicht Aufgabe der Gemeinde sein, für diese Nutzung zu sorgen, Vermieter müssten dazu Dauerparkplätze ausweisen.

Wolfgang Storz (CDU) wies darauf hin, dass er für sein "winziges" Ladengeschäft vier Parkplätze nachweisen musste.

Hans-Peter Schwer (SPD) sah die Parkplatzsituation nicht neu – vor allem nach dem Wegfall der Plätze auf dem Kirchplatz. Damals habe die Verwaltung erklärt, es gebe genügend Parkplätze im Dorf. Nur seien halt die meisten Leute zu bequem, "ein paar Schritte zu laufen", erfuhr er vom Bürgermeister.

Der Beschluss des Gemeinderats zur Parkzeitbeschränkung fiel letztendlich einstimmig.