Die Sanierung des Schulverbunds am Deutenberg in Schwenningen soll bald in die Endphase gehen. Foto: Mareike Kratt

Seit vier Jahren befindet sich der Schulverbund am Deutenberg in der Sanierung, die zur Belastungsprobe für alle Beteiligten wurde. Doch nun gibt’s gute Nachrichten.

Absperrgitter, Müllcontainer und Baufahrzeuge: Der Anblick rund um das Gebäude des Schulverbunds am Deutenberg ist seit vier Jahren im Grunde derselbe. Doch währenddessen wurde und wird hinter den Mauern kräftig gewerkelt, um die sanierungsbedürftige Schule wieder auf Vordermann beziehungsweise auf den neuesten Standard zu bringen.

 

Während ein Bereich also saniert wird, sind die davon betroffenen Schüler und Lehrer entsprechend ausgelagert – entweder im Containerbau am Rand des Sportplatzes oder im Gebäude der Hallerhöhe oberhalb des Schulverbunds.

Aufwendige Arbeiten

Der erste Bauabschnitt wurde bereits zum Schuljahr 2023/24 fertiggestellt, die ausgelagerten Klassen sind seit zwei Jahren im Genuss der erneuerten Klassenzimmern, die jetzt unter anderem mit Whiteboards oder neuen Waschbecken ausgestattet sind.

Zu den aufwendigen allgemeinen Arbeiten rund um den Schulverbund zählen zudem die Ausstattung der WC-Anlagen mit neuen Leitungen und Sanitäreinbauten, ein barrierefreies WC auf beiden Stockwerken, die Erneuerung der Steuerungsanlage sowie die Ertüchtigung des Brandschutzes mit Bildung von Feuerschutz-Wänden und der Heizungsanlage, aber auch die Erneuerung der Decken.

Verwaltungsbereich steht aus

Und wie gehen die Arbeiten derzeit voran? Im zweiten Bauabschnitt befinden sich die Schüler bereits in den Klassenräumen, teilt Madlen Falke, Pressesprecherin der Stadt Villingen-Schwenningen, auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Absperrgitter und Container sind rund um das Schulgebäude schon seit vier Jahren zu erkennen. Foto: Mareike Kratt

Im südlichen Abschnitt würden noch der Verwaltungsbereich sowie die restlichen Klassenräume ertüchtigt. Derzeit würden Arbeiten an den Bodenbelägen, den Decken sowie Schreinerarbeiten stattfinden. Dazu kommen noch kleinere Elektro- und Sanitärarbeiten, so Madlen Falke.

Umzug nach Winterferien?

Und es scheint endlich Land in Sicht. „ Die Arbeiten befinden sich im Endspurt und sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein“, sagt die Pressesprecherin. Es sei aktuell vonseiten des Amtes für Gebäudewirtschaft- und Hochbau (GHO) vorgesehen, dass der Umzug nach den Winterferien vollzogen werden kann – sofern der Termin auch vonseiten der Schule in Ordnung gehe. Das gelte es noch zu klären – denn die Schule muss entsprechend planen.

Derzeit sind im Containerbau unter anderem die Verwaltung, die Schulsozialarbeit, Fachräume für Technik und Naturwissenschaften untergebracht – links neben der neuen Grundschule Hallerhöhe, die vor rund zwei Wochen interimsweise in das erste Containermodul gezogen ist.

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.geplatzte-klassenfahrt-in-schwenningen-aerger-richtet-sich-gegen-schulamt.1081a73d-1a65-4b22-bdb3-50801c05891e.html

Die ersten Begegnungen zwischen Grundschule Schulverbund seien positiv gewesen, wie die beiden neuen Hallerhöhe-Schulleiterinnen, Kerstin Schlenker und Ulrike Kärcher, im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet hatten.

Hallerhöhe im Fokus

Mit dem Auszug der Deutenberg-Schüler von der Hallerhöhe würde die wohl wichtigste Voraussetzung für die geplante Generalsanierung des Gebäudes, das die eigentliche Heimat der Grundschule sein soll, geschaffen. Dafür befindet sich die Stadt derzeit in der Vorbereitung. Der Zeitplan für die Sanierung der Innen- und Außenbereiche werde aktuell festgelegt, und die Auswahl eines Architekten für die konkrete Planung laufe, teilt die Stadt mit.

Erleichtert werden Lehrer, Schüler und Eltern auf jeden Fall sein, wenn der Umzug vollbracht und die vierjährige Interimssituation – mit negativen Auswirkungen auf Schulgemeinschaft und gegenseitige Kommunikation – vorbei ist.

Die Verwaltung des Schulverbunds am Deutenberg befindet sich seit zwei Jahren im Containerbau wenige Meter vom Schulgebäude entfernt. Foto: Mareike Kratt

Schulleiter Bernd Ellinger hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, dass die Schule den Rück-Umzug so schnell wie möglich – auch unterm Schuljahr – begrüße.

Ein Aber

Doch ist der Ausnahmezustand für den Schulverbund dann vollständig vorbei? Nicht ganz: In einem dritten Abschnitt müssen noch die Fachräume für die Naturwissenschaft erneuert werden. OB Jürgen Roth hatte am Rande der jüngsten Gemeinderatssitzung mitgeteilt, dass die notwendigen Mittel im kommenden Haushalt eingeplant seien und mit einem entsprechendem Beschluss folgen würden, so Pressesprecherin Madlen Falke. Ob der Naturwissenschafts-Unterricht dann weiterhin im Containerbau stattfindet, ist unklar.