Seit Monaten läuft die Sanierung der Dietinger Ortsdurchfahrt. Wann sie wieder freigegeben wird, und warum die Umleitung manchen Fahrer einige Euro gekostet hat.
Für die Autofahrer ist sie eine echte Geduldsprobe: die Baustelle in der Dietinger Ortsdurchfahrt. Vor knapp einem Jahr begannen die Arbeiten am ersten Bauabschnitt, seit rund einem halben Jahr wird der zweite Abschnitt saniert – von Straßen über Gehwege bis hin zu neuen Rinnsteinen und Neuverlegungen von Wasserleitungen. Und wie lange dauert es noch, bis die Strecke wieder freigegeben werden kann?
Auch wenn sich die Dietinger mittlerweile wohl an die Umstände gewöhnt haben, wird das Ende der Arbeiten ungeduldig erwartet. Wie der aktuelle Stand ist, berichtet Bürgermeister Felix Hezel auf unsere Nachfrage.
Bis Ende November wieder offen?
Seit März laufen die Maßnahmen in der Böhringer Straße. Nach zwei Wochen Baustopp wegen der Sommerferien ging es vergangene Woche wieder weiter mit den Sanierungsarbeiten, so Hezel.
Es laufe soweit gut. „Aktuell machen wir große Fortschritte beim Austausch der Wasserleitungen und des Kanals. Wenn diese ausgetauscht wurden, geht es an die Sanierung der Fahrbahn und der Gehwege. Dies ist im ersten Teil bis zur Hohensteinstraße schon geschehen“, erklärt er.
Er ist zuversichtlich, dass das angepeilte Ende im November eingehalten werden kann. Auch finanziell laufe alles nach Plan. „Die Kosten bleiben im Rahmen“, versichert der Bürgermeister mit Hinblick auf die geplanten 950 000 Euro für das Haushaltsjahr 2026.
Teures Pflaster für Raser
Für die Autos ist eine Umleitungsstrecke eingerichtet – die manchen Fahrer allerdings schon einige Euro gekostet hat. Anwohner der Umleitungsstrecke hatten immer wieder zu hohe Geschwindigkeiten vor ihrer Haustür gemeldet.
„Es gab einige Anfragen auf zusätzliche 30er-Schilder. Aber zusätzliche Schilder aufzustellen, obliegt nicht der Entscheidung der Gemeinde“, erklärt Hezel.
Die Alternative: Geschwindigkeitskontrollen. Zuletzt war Ende Mai ein Blitzer auf der Umleitungsstrecke aufgestellt worden. Die Auswertung begründet den Wunsch der Anwohner nach 30er-Schildern.
Zwischen 9 bis 13 Uhr wurden von 287 gemessenen Fahrzeugen 21 geblitzt, das sind mehr als sieben Prozent der Autos. „Ich kann völlig verstehen, dass Anwohner da verärgert sind und froh sind, wenn die Umleitung weg ist“, zeigt sich Hezel verständnisvoll.
Der Bürgermeister ist allerdings zuversichtlich, dass sich die Sanierungsarbeiten langfristig auszahlen: „Wenn wir fertig sind, dann haben die Bewohner im besten Fall erst mal 50 Jahre Ruhe, was die Ortsdurchfahrt betrifft.“