Voller Stolz trägt Zunftmeister Volker Ositschan die Amtskette, die er dem in Ketten gelegten Schultes abgenommen hat. Foto: Preuß Foto: Schwarzwälder-Bote

Narren erobern "Verwaltungszentrale" / Baum versteigert

Von Stefan Preuß

Dauchingen. Teufel und Waldhexen haben am Donnerstag das Dauchinger Rathaus übernommen. Rückt damit Tempo 30 im Ort näher? Dem Schultes von Dauchingen nützte seine im Rathauskeller ausgegrabene Amtskette nichts, als die Narren kamen. Und auch die mit Lattenrost verbarrikadierte Rathaustür wurde kurzerhand mit der Motorsäge zersägt, um so sich Zugang zum Amtszimmer zu verschaffen. Und schon eroberten die Dauchinger Teufel zusammen mit den Neckartäle Waldhexen die "Verwaltungszentrale". Die Dauchinger Teufel brachten schwere Anschuldigungen gegen ihren Schultes vor. Schließlich sei er nicht im Stande, in Dauchingen die 30er Zone zu schaffen. Ganz anders bei den Dauchinger Teufeln, diese machen es freiwillig.

Auch wurde Bürgermeister Dorn zur Last gelegt, Millionen für die Erweiterung des Kindergartens auszugeben, obwohl die Geburtenzahl zurück gehe. Aus diesem Grunde werden die Dauchinger Teufel zur Gemeinderatswahl als Parteiteufel mit ins Rennen gehen, meinte Zunftmeister Volker Ositschan augenzwinkernd. Viel närrisches Volk verfolgte nach der Verhaftung das Aufstellen des Narrenbaumes, eigens hierzu kamen die Schwenninger Baumsteller von der dortigen Narrenzunft, um zu sehen, wie schnell die Dauchinger den 20 Meter langen Narrenbaum mit Muskelkraft in die Höhe hieven. Bei der anschließenden amerikanischen Versteigerung ging der Baum an Holger Sauter. Der Erlös von 400 Euro fließt der Partner-Schule in Bintang in Gambia zu, die das Geld für den Bau eines Brunnen benötigt, sagte Elfrun Reinelt, die das Projekt betreut.

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