Ines Laufer (links) und Laura Weber mit ihren Hunden. Beide Dauchingerinnen sind in der Rettungshundestaffel des DRK aktiv. Foto: Preuß

Spürnasen bei Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes heißen Holly, Picara, Lucky und Luna.

Dauchingen - Wer bei Supernasen an Mike Krüger und Thomas Gottschalk denkt, liegt falsch: Die Supernasen in Dauchingen heißen Holly und Picara, Lucky und Luna. Das sind die Hunde von Ines Laufer und Laura Weber, die beide der Rettungshundestaffel des Deutschen Rotes Kreuzes Villingen-Schwenningen angehören.

"Man hat einen oder mehrere Hunde, ist gerne draußen, hat Spaß an Hundeausbildung und möchte sich ehrenamtlich engagieren - dann ist der Weg bis zur Rettungshundestaffel nicht mehr weit", beschreibt Laufer den Werdegang. Die Rentnerin ist bereits seit 22 Jahren dabei und kann auf einige Einsätze zurückblicken.

Bei Laura Weber verhält es sich ähnlich. Auch sie ist gerne mit den Hunden draußen aktiv. Sie hat erst vor kurzem mit Lucky die Flächenprüfung absolviert. Die 26-Jährige studiert in Schwenningen Maschinenbau, es sei ein guter Ausgleich, sich draußen in der Natur zu entspannen: "Ich engagiere mich gerne ehrenamtlich, verbringe gerne Zeit mit den Hunden, da hat sich diese Ausbildung angeboten."

Holly und Picara, das sind zwei Deutsch Drahthaar, also typische Jagdhunde. Die hat Ines Laufer aus dem Tierheim geholt: "Sie sind also gewissermaßen auf dem zweiten Bildungsweg zu Rettungshunden geworden", sagt sie lächelnd. Lucky und Luna, das sind die beiden Black River von Laura Weber, stammen von einem Züchter. Luna, drei Jahre alt, soll nächstes Jahr die Prüfung machen und dann die Staffel, die derzeit über drei ausgebildete Hunde verfügt, verstärken. Und zwar als sogenannter Man-Trailer, also als Personensuchhund, der bei der Suche nach Vermissten zum Einsatz kommt. Daneben gibt es in der Staffel Flächensuchhunde, die definierte Gebiete absuchen, auch, um die Anwesenheit gesuchter Personen auszuschließen und so Suchgebiete einzuschränken.

"Man lernt so viele Dinge"

Den Hunden kann nichts Besseres passieren als Besitzer, die sie zu Rettungshunden ausbilden, denn das entspricht ziemlich exakt den Talenten und Neigungen von Hunden: "Sie wollen ihre Nase gebrauchen und haben großes Interesse an Suchspielen und natürlich der Belohnung hinterher." Und jede Menge Auslauf gibt es obendrauf: "Wir trainieren jede Woche mindestens zwei Mal drei Stunden mit den Hunden", erläutert das Duo - hinzu kommen diverse Aus- und Fortbildungen der Hundeführer.

Prinzipiell eignet sich jede Rasse, denn alle Hunde verfügen über herausragenden Geruchssinn, als Flächensuchhund werden aber mittelgroße Exemplare bevorzugt, da sie sich im Gelände am besten bewegen und auch ausdauernd größere Distanzen bewältigen können. Es gebe durchaus begabte und auch weniger talentierte Hunde, die aber auf jeden Fall umweltsicher und verträglich gegenüber Mensch und Hund sein müssen.

Neue Mitglieder sind immer willkommen in der Staffel, sagt das Duo. Sinn mache es freilich nur, wenn man über ein regelmäßiges Zeitbudget verfügt und dies auch mit den Hunden verbringen will, "natürlich draußen, auch wenn es regnet, stürmt oder schneit". Ines Laufer hat bereits mehrere Einsätze mitgemacht, und einmal hat ihr Hund die gesuchte Person auch gefunden. "Leider zu spät, der Vermisste war bereits verstorben. Es ist wichtig, auch diese Menschen zu finden, schon damit die Angehörigen schnell Gewissheit haben."

Laura Weber findet, dass allein die Ausbildung einen Wert an sich darstellt: "Man lernt so viele Dinge über Orientierung, Einsatztaktik, Funken oder Sanitätsdienst, die einen auch sonst im Leben weiterbringen."

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