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Dauchingen Gemeinderat schmettert Neubau ab

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Tagesordnungspunkte zur Bebauung im Ortskern von Dauchingen locken immer wieder sehr viele Zuhörer zu den Ratssitzungen. Nachdem der Bauantrag für ein Mehrfamilienhaus in der Villinger Straße 8 behandelt worden war, leerte sich die Festhalle sofort wieder. Foto: Preuß Foto: Schwarzwälder Bote

Der Dauchinger Gemeinderat hat am Montag den Neubau eines Mehrfamilienhauses für Senioren an der Villinger Straße 8 einstimmig abgelehnt. Man störte sich an der Geschossigkeit, der Firstrichtung, der Dachneigung sowie der Parkplatzsituation.

Dauchingen. Die einstweilen verhinderte Bauherrenschaft kritisiert die Stimmungsmache gegen das Projekt im Vorfeld. Die Bauherren Herbert Laufer, bei dem Grundstück handelt es sich um das ehemalige landwirtschaftliche Anwesen der Eltern, und Artur Lafera stellten das Projekt mit einer aufwändigen, animierten Präsentation vor. Die Marktanalyse habe ergeben, dass sehr großer Bedarf an Wohnungen für Senioren bestehe. Deshalb sehe das Projekt 24 eher kleine Wohnungen vor, unter anderen zwölf Einheiten mit eineinhalb Zimmern, die in der Regel von alleinstehenden Mietern genutzt werden sollen. Er rechne mit etwa 30 Bewohnern in dem Haus, von denen sehr wahrscheinlich nicht jeder ein Auto mehr haben werde. Von daher seien die 27 Stellplätze in der Tiefgarage mehr als ausreichend, eine Belastung der Parksituation im Umfeld nicht zu erwarten, zumal auch noch Außenplätze vorgesehen seien.

Laufer betonte, dass es sich um ein reines Mietprojekt handele, also kein Bauträgerprojekt mit maximaler Gewinnausrichtung, eine Konstruktion, die während der vorangegangenen Sitzung des Rates von Bürgermeister und Ratsmitgliedern scharf kritisiert worden war. Durch die Fokussierung auf Senioren als Mieter sei auch keine negative Auswirkung auf die Beanspruchung von Schule und Kinder- und Familienzentrum gegeben, so Laufer.

Die Fragen der Gemeinderäte zum Projekt bezogen sich auf die tatsächlich zu erwartende Mieterstruktur. Dabei war herauszuhören, dass man nicht glaubt, dass dort auf lange Zeit ganz überwiegend Senioren wohnen würden. Und auch die Fraktion derer, die besser als Planer und Architekten wissen, ob man nun gut in eine Tiefgarage einfahren kann oder nicht, meldete sich ausgiebig zu Wort. Ein weiterer Fragenblock drehte sich um die Parkierungsmöglichkeiten, die als unzureichend angesehen wurden. Der Hinweis Laufers, nach der Landesbauordnung (LBO) als geltendes Recht auch in Dauchingen seien nur 24 Parkplätze auszuweisen, wurde nicht aufgegriffen.

Die Abstimmung fiel dann einstimmig aus, alle Ratsmitglieder waren sich einig, das Einvernehmen der Gemeinde zum Bauantrag zu versagen. Die Bauherren können die Ablehnung nicht nachvollziehen und bedauern die Entscheidung, "dass dieses soziale Mietwohnungsprojekt für Senioren in Dauchingen nicht gewünscht ist". Man berate nunmehr, wie man mit dieser Sache weiter verfährt. Laufer und Lafera kritisieren eine "deutliche Stimmungsmache im Vorfeld der Sitzung" sowie die "teils unsachliche Fragestellung". Verwundert ist man über die Ablehnung, die als ungerecht angesehen wird angesichts zahlreicher Grundstücke in der Umgebung, "die deutlich mehr und teilweise deutlich höher" bebaut seien.

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