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Dauchingen Gegen Funkmast auf Feuerwehr

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Nicht noch eine Antenne auf dem Feuerwehrgerätehaus, jedenfalls nicht ohne genaue Kenntnis der Strahlenbelastung: Der Gemeinderat lehnte in der jüngsten Sitzung eine Vorlage der Verwaltung ab. Symbolbild. Foto: Störr

Dauchingen - Einen Beschlussvorschlag der Verwaltung zur Installation von zwei Richtfunkantennen auf dem Feuerwehrgerätehaus hat der Rat in seiner jüngsten Sitzung zurückgewiesen. Man fühle sich nicht ausreichend informiert, sagte zum Beispiel Horst Frank. Es geht um die funktechnische Anbindung der Kläranlage im Neckartal, die seit 1974 von den umliegenden Gemeinden im Abwasserzweckverband Oberer Neckar betrieben wird.

Der Zweckverband hat seinen Sitz in Villingen-Schwenningen, die Geschäftsstelle ist bei der Stadt angesiedelt. Bislang ist die Kläranlage über ein Modem mit der Geschäftsstelle verbunden. Dies sei teuer, langsam und störanfällig, hat die Stadt wissen lassen. Deshalb soll eine Richtfunkverbindung aufgebaut werden. Dafür seien zwei Relaispunkte in Dauchingen notwendig. Anfragen bei privaten Immobilienbesitzern an geeigneten Standorten führten zu keinem Ergebnis, so dass die Stadt nun das Feuerwehrgerätehaus als Standort anfragte. Nachdem die Feuerwehr keine Bedenken vortrug, so lange der eigene Funkverkehr nicht gestört werde, sah die Verwaltung keinen Hinderungsgrund und legte dem Gemeinderat auch den Gestattungsvertrag vor.

Doch so nonchalant mochte der Rat nicht mit einer möglichen Strahlenbelastung umgehen. Ralf Kille merkte an, dass man doch einen Grundsatzbeschluss gefasst habe, keine weiteren Antennenanlagen auf öffentlichen Gebäuden zuzulassen. Dabei sei es um Mobilfunkanlagen gegangen, sagte Hauptamtsleiter Matthias Hummel, und im übrigen sei das Moratorium 2011 ausgelaufen. Warum man denn den Vorgang dann nicht auf den Tisch bekommen habe, hakte Horst Frank nach, schließlich sei es Sache des Rates, gegebenenfalls über eine Verlängerung des Beschlusses zu beraten. Die Frage nach einer möglichen Strahlenbelastung durch die beiden geplanten Antennen war von der Verwaltung im Vorfeld nicht abgeklärt worden, weshalb sich eine Mehrheit nicht imstande sah, einen Beschluss zu fassen.

Man einigte sich darauf, die Sache zu vertagen und zur nächsten Sitzung einen Vertreter der Stadt Villingen-Schwenningen einzuladen, der über eine mögliche Strahlenbelastung informieren oder gegebenenfalls Entwarnung geben könnte. Zudem möge geprüft werden, ob eine Richtfunkverbindung um Dauchingen herum nicht sinnvoll sei, regte Meinrad Gönner an. Bürgermeister Torben Dorn sagte abschließend zu, den Vorgang Mobilfunkantennen-Moratorium in einer der kommenden Sitzungen aufzugreifen.

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