Auf Hundebesitzer kommen höhere Steuern zu – Suchhunde, wie hier auf dem Bild jene der Dauchingerinnen Ines Laufer und Laura Weber, bleiben ebenso wie alle Hunde für Menschen mit Handicap steuerbefreit. Foto: Preuß

Hundesteuer wird erhöht. Steuereinnahmen steigen um 10.464 Euro auf 26.000 Euro. Kostenlose Kotbeutel.

Dauchingen - Die Gemeinde führt eine Extra-Abgabe für Kampfhunde ein und erhöht die Hundesteuer. Dem Vorschlag der Verwaltung stimmte der Gemeinderat bei vier Gegenstimmen mehrheitlich zu.

Die Anpassung der Steuersätze wurde im Rahmen der Neufassung der Hundesteuersatzung beschlossen. Die vorhandene Hundesteuersatzung datiert aus dem Jahr 1996 und wurde zuletzt 2003 angepasst. Auch die Hundesteuersätze waren seit 17 Jahren unverändert geblieben. Der bisherige Steuersatz für einen Ersthund von 84 Euro im Jahr und für den zweiten und jeden weiteren Hund in Höhe von 168 Euro zählte zu den niedrigsten im Kreis.

Nach längerer Diskussion wurde die Steuer auf 132 Euro für Ersthunde und 264 für Zweithunde und jeden weiteren Hund erhöht. Der Steuersatz für Kampfhunde wurde auf den fünffachen Satz festgelegt, also 660 Euro für den ersten Kampfhund und 1320 Euro pro Jahr für alle weiteren. Die Zwingersteuer stieg auf 396 von bisher 252 Euro.

Derzeit sind bei der Gemeinde Dauchingen 155 Ersthunde, 15 Zweithunde und neun steuerfreie Hunde gemeldet. Drei Ersthunde würden nachweislich als Kampfhund gelten. Zwingerhunde existieren derzeit im Ort keine.

Steigende Steuereinnahme

Aufgrund der angemeldeten Hunde erhält die Gemeinde derzeit eine Hundesteuer in Höhe von 15.540 Euro. Durch die neuen Hundesteuersätze erhöht sich die Steuereinnahmen um 10.464 Euro auf 26.000 Euro.

In der Gemeinde Dauchingen war bisher keine Kampfhundesteuer erhoben worden. Eine Kampfhundesteuer soll durch einen erhöhten Steuersatz der Steigerung der Anzahl von Kampfhunden im Ort entgegenwirken. Kampfhunde sind solche Hunde, die aufgrund ihres Verhaltens die Annahme rechtfertigen, dass durch sie eine Gefahr für Leben und Gesundheit von Menschen und Tieren besteht. In der Gemeinde sind derzeit drei Hunde gemeldet, die zu einer Kampfhund-Rasse zählen. Allerdings wird die Hunderasse erst seit 2016 erfasst, so dass die tatsächliche Zahl höher liegen könnte. Rettungshunde bleiben nach wie vor von der Steuer befreit, soweit sie die Prüfung für Rettungshunde oder die Wiederholungsprüfung abgelegt haben und für den Schutz der Zivilbevölkerung zur Verfügung stehen.

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Ebensolches gilt für Hunde, die ausschließlich zum Schutz und der Hilfe tauber, blinder oder sonst hilfsbedürftiger Personen dienen.

Neu aufgenommen

Neu mit aufgenommen wurden Hunde, die ausschließlich dem Schutz von Epileptikern oder Diabetikern dienen, wenn nachgewiesen wird, dass sie hierzu geeignet sind. Sämtliche Hundebesitzer erhalten weiterhin von der Gemeinde zu Jahresanfang eine Rolle mit 250 Hundekotbeuteln und können weitere kostenlos bei der Gemeinde abholen.

An den beliebten Hundelaufstrecken hat die Gemeinde Mülleimer zur Entsorgung der Hundekotbeutel angebracht, die wöchentlich vom Bauhof geleert werden. Viele Hundebesitzer nutzen diese Möglichkeit, aber leider werden auch immer wieder an den Laufstrecken Hundekotbeutel mit Inhalt am Wegesrand entsorgt. Durch die Leerung der Mülleimer und die Müllentsorgung, das Bereitstellen der Hundekotbeutel sowie der Mülleimer an den beliebten Hundeauslaufstrecken und den Verwaltungskostenaufwand entstehen der Gemeinde jährliche Kosten in Höhe von rund 1. 000 Euro.

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