Temperaturen und Sonne auf Platz drei der bisherigen Statistik – auch das Jahr 2025 war deutlich zu mild, sonnig und etwas zu trocken. Das zeigen die Messdaten in Furtwangen.
Warm, sonnig und trocken: Der Dezember zeigte sich in Furtwangen in vieler Hinsicht ungewöhnlich. Zugleich beendete er ein Jahr, das ebenfalls sehr warm war – mit einer Mitteltemperatur, wie man sie vor dem Rekordjahr 2003 in Furtwangen nicht kannte.
Temperatur
Mit einer Durchschnittstemperatur von 1,7 Grad an der Wetterstation auf dem Kussenhof war der Dezember um 2,3 Grad zu warm, verglichen mit den bisherigen Aufzeichnungen seit 1979. In der nunmehr 47-jährigen Statistik lag der Dezember damit auf Platz drei hinter dem Dezember 2015 mit 4,4 Grad und jenem 2023 mit 2,1 Grad. Der Dezember war zugleich der 32. Monat in Folge, der wärmer war als normal.
Da alle Monate des zurückliegenden Jahres zu warm waren, endete auch 2025 in der Gesamtbilanz um 1,9 Grad zu warm. Mit einem Mittelwert von 8,1 Grad lag es hinter den Jahren 2024 mit 8,4 Grad und 2022 mit 8,3 Grad und auf Augenhöhe mit den Jahren 2003, 2023 und 2020. Das letzte Jahr, das in Furtwangen unterhalb des langjährigen Mittelwerts lag, war 2013. Die zurückliegenden vier Jahre kamen alle auf mehr als acht Grad – bei einem Normalwert von 6,2 Grad.
Das Jahr 2025 brachte 102 Frosttage; im Mittel der bisherigen Aufzeichnungen waren es 137. 2025 gab es 19 Tage mit Dauerfrost – statt 37 im langjährigen Mittel. Nur vier Tage im ganzen Jahr erreichten zweistellige Minusgrade; in einem Durchschnittsjahr sind es 13. Dafür gab es 31 Sommertage mit 25 Grad, statt 18 in einem mittleren Sommer. Die Extremwerte im zurückliegenden Jahr lagen bei minus 12 Grad im November und 30,5 Grad sowohl im Juli als auch im August. Knapp an den Jahrestiefstwert kam der Silvestertag heran, der zur Zeit des Sonnenaufgangs minus 11,5 Grad verzeichnete.
Niederschlag
Ungewöhnlich war in den vergangenen Wochen auch die Trockenheit. Mit nur 49 Litern Niederschlag pro Quadratmeter kam der Dezember nur auf 23 Prozent des langjährigen Durchschnitts. Nur einmal in der bisherigen Furtwanger Wetterstatistik, nämlich im Jahr 2016, war der Dezember mit zehn Litern noch trockener.
Mit sechs feuchten Monaten (Januar und Mai bis September) und sechs trockenen Monaten landete das Jahr 2025 in der Gesamtbilanz im Mittelfeld. 1701 Liter gingen pro Quadratmeter nieder, was 94 Prozent des langjährigen Durchschnitts entspricht. Die Zahl der Niederschlagstage lag mit 177 unter dem statistischen Sollwert von 193 Tagen.
Starkregen blieb zugleich selten: Der 21. August war mit knapp 59 Litern der feuchteste Tag des Jahres; in früheren Jahren gab es schon Tage, die doppelt so viel Regen brachten. An 13 Tagen wurde die Marke von 30 Litern pro Quadratmeter überschritten; drei Tage erreichten 50 Liter. Beide Werte liegen im Mittelfeld.
Dürftig blieben die Schneemengen. Der Dezember kam im Mittel gerade auf eine Schneehöhe von 1,9 Zentimeter mit einem Höchstwert von zehn Zentimetern zum Monatsbeginn. Der höchste Wert des Jahres wurde am 20. November mit 30 Zentimetern gemessen. Nur etwa neun Prozent der Jahresniederschläge gingen als Schnee nieder; im Mittel der vergangenen 47 Jahre waren es 20 Prozent. Die Schneehöhe erreichte im Jahr 2025 nur rund ein Fünftel der durchschnittlichen Schneehöhe.
Sonnenschein
Dafür war der Dezember sehr sonnig: Mit 37 Kilowattstunden pro Quadratmeter überschritt die Solareinstrahlung – auch Globalstrahlung genannt – den langjährigen Mittelwert um 40 Prozent. Damit liegt der vergangene Monat auf Platz drei unter den Vergleichsmonaten. Nur 2016 mit 40 Kilowattstunden und 2006 mit 39 Kilowattstunden lieferte die Sonne höhere Energiewerte.
Auch das gesamte Jahr konnte sich in dieser Hinsicht sehen lassen: Mit 1209 Kilowattstunden pro Quadratmeter lag es um sechs Prozent im Plus und damit auf Platz sieben seit Beginn der Solarmessungen 1986. Vor allem Frühjahr und Frühsommer machten Betreibern von Solaranlagen im zurückliegenden Jahr Freude. Der Juni war mit 190 Kilowattstunden pro Quadratmeter der Spitzenreiter des Jahres.
Ausblick
Einigermaßen frostig begann der Januar. Aber auch solche Kältephasen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Winter milder geworden sind. Zuletzt 2018 wurde es minus 15 Grad kalt – für Werte unter minus 20 Grad muss man bis 2012 zurück gehen. Minus 25 Grad gab es zuletzt 1987. Den Trend zeigen auch diese Werte: In den 1980er-Jahren war der Januar im Mittel minus drei Grad kalt, in den 2020er-Jahren lag der Mittelwert bisher bei null Grad.