Jede Menge Regen fiel im Oktober 2025. Foto: Hopp

Verregnet, wie zuletzt vor 23 Jahren, hat der Herbst begonnen. Rechnerisch ist damit das Jahr 2025 aktuell ausgeglichen. Ein Blick nach Furtwangen.

Zuletzt vor 23 Jahren war der Oktober in Furtwangen so verregnet. Die Sonne machte sich entsprechend rar, während die Temperatur im Mittel noch knapp über dem langjährigen Durchschnitt lag.

 

An der Wetterstation auf dem Kussenhof gingen im Oktober 259 Liter Regen pro Quadratmeter nieder, das 1,7-fache im Vergleich zum Normalwert. Im nunmehr 47 Beobachtungsjahren ergibt sich damit immerhin der sechste Platz bisher. An der Spitze steht weiterhin der Oktober 1981 mit 417 Litern. Die Anzahl der Regenstunden lag im Oktober bei 120, womit sich eine durchschnittliche Intensität des Regens von 2,2 Litern pro Regenstunde ergab.

Der meiste Regen Der nasseste Tag des Monats war der 27. Oktober mit 51,8 Litern pro Quadratmeter. Die Marke von 30 Litern wurde noch an zwei weiteren Tagen überschritten. Die Anzahl der Niederschlagstage lag mit 15 exakt im Normalbereich. Ein Teil der Niederschläge zwischen dem 24. und 28. Oktober ging als Schnee oder Schneeregen nieder, doch er hielt sich auf dem noch relativ warmem Boden nicht lange. Nachdem die Monate Februar bis Mai allesamt zu trocken gewesen waren, lagen seit Juni die Regenmengen über dem Durchschnitt – nun hat der Oktober das Regendefizit mehr als aufgeholt. Zum Monatsende lag die Jahressumme nun um drei Prozent über dem langjährigen Mittel für die ersten zehn Monate.

Warme Tage Lange hatte es so ausgesehen, als könne der Oktober nach bislang 29 zu milden Monaten mal wieder unter dem langjährigen Durchschnitt bleiben, doch am Ende brachten einige warme Tage den Wert doch wieder über den Normalwert: Mit 7,4 Grad war der Oktober um 0,4 Grad zu mild, gemessen am Mittel der Jahre sei Aufzeichnungsbeginn 1979. Im Vergleich zur internationalen Referenzperiode 1991 bis 2020 war der Oktober sogar um 0,7 Grad zu warm. Die Einzelwerte blieben in den vergangenen Wochen allesamt unspektakulär: In der Nacht zum 2. Oktober trat der erste Frost der Saison auf, was ein normaler Termin ist. Am 3. Oktober wurde mit minus 1 Grad der Monatstiefstwert erzielt, am wärmsten war der 8. Oktober mit 18 Grad.

Auf Platz 6 In der Jahresbilanz ist 2025 damit bisher um 1,9 Grad zu warm. Durch den fast normal temperierten Oktober liegt das Jahr aktuell nur noch auf Platz 6 der bisher wärmsten Jahre seit Beobachtungsbeginn 1979. Spärlich zeigte sich die Sonne am Himmel: Mit nur 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter lag die Einstrahlung im Oktober nur bei 91 Prozent des Normalwertes. Solaranlagenbetreiber können das verschmerzen, denn von März bis Juni und im August waren die Energiemengen überdurchschnittlich. Aktuell liegt das Jahr 2025 mit 1130 Kilowattstunden fast fünf Prozent im Plus und dürfte Mitte November sein Jahressoll bereits erreicht haben.

Die Sonneneinstrahlung Die Tageswerte der Sonneneinstrahlung schwanken aber selbst innerhalb eines Monats enorm: Der 2. Oktober erreichte mit fast 4,8 Kilowattstunden pro Quadratmeter den Monatshöchstwert, der verregnete 27. Oktober kam auf nicht einmal 0,3 Kilowattstunden.

Mild und verregnet begann der November. Im langjährigen Mittel bringt er eine Temperatur von rund zwei Grad, die Extremwerte lagen bisher zwischen 20,5 und minus 17,5 Grad. Aber die Werte, die als normal gelten, ändern sich: Vor der Jahrtausendwende kam der November im Mittel auf 1,0 Grad, seither liegt der Mittelwert bei 2,7 Grad.

Die Niederschläge summieren sich im Mittel auf 165 Liter pro Quadratmeter, womit der November nach Dezember (218 Liter) und Januar (189 Liter) den dritten Platz in der Regenstatistik belegt. Einer der beiden bisher regenreichsten Tage seit Beginn der Messungen wurde mit 138,9 Litern im November 2015 gemessen. Ein ähnlich hoher Tageswert wurde auch im Februar 1990 verzeichnet.

Schnee im November Im Mittel fällt ein Fünftel der Novemberniederschläge als Schnee. Während Anfang des Monats nennenswerte Schneehöhen selten waren, lagen die Werte zur Monatsmitte mitunter schon bei rund 40 Zentimetern (zum Beispiel 1998) und zum Monatsende schon bei bis zu 80 Zentimetern (1996). Aber es gab auch schon Jahre, in denen im November kein Schnee fiel. Im langjährigen Mittel fällt der erste Schnee am 9. November – somit war der Schnee in diesem Jahr sogar etwas früh dran.