In Furtwangen war es im vergangenen April wettertechnisch ziemlich wechselhaft. Foto: © magann – stock.adobe.com

Dass Wetter in Furtwangen: Der April war vor allem ein trüber Monat – die Sonneneinstrahlung lag auf dem niedrigsten Wert seit 2013. Die Temperaturen blieben gleichwohl nur knapp unter dem Durchschnitt, die Niederschläge lagen geringfügig darüber.

 
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Nach sechs teilweise deutlich zu milden Monaten war der April nun der erste seit September, dessen Temperatur unterhalb des langjährigen Mittelwerts blieb. Mit 4,1 Grad an der Wetterstation auf dem Kussenhof wurde der Durchschnitt der vergangenen Jahrzehnte um 0,7 Grad unterschritten.

Die Furtwanger Messungen reichen bis 1979 zurück und zeigen die Klimaerwärmung. In den 1980er-Jahren kam der April im Mittel noch auf 3,6 Grad, in den 1990ern auf 4,2 Grad. In den 2010er-Jahren wurden im Durchschnitt hingegen 5,9 Grad gemessen. So gesehen entsprach der April 2023 etwa einem mittleren April vor der Jahrtausendwende.

Höchstwert am 22. April mit 16,5 Grad

Besondere Temperaturextreme gab es in den vergangenen Wochen nicht. Mit minus 6,5 Grad brachte der 5. April den Tiefstwert, der 22. April mit 16,5 Grad den Höchstwert. In den bisherigen Aufzeichnungen lag die Spreizung zwischen minus 12,5 Grad (1986) und 25 Grad (2012).

Die Niederschläge summierten sich im April auf 135 Liter pro Quadratmeter, was einem Überschuss von 17 Prozent entspricht. Mit 31 Litern war der 1. April der regenreichste Tag des Monats, an zweiter Stelle lag der 7. April mit 26 Litern. Auch diese Werte blieben weit hinter dem bisherigen Tagesrekord aus dem April 1983 (77 Liter) zurück.

Der vergangene Monat blieb völlig schneefrei, was im Furtwanger April statistisch nur etwa alle fünf Jahre vorkommt. Im Durchschnitt der bisherigen Messungen fielen rund 20 Prozent der April-Niederschläge als Schnee und brachten somit über den Monat 14 Zentimeter Neuschnee.

Die Sonne zeigte sich unterdessen in den vergangenen Wochen nur spärlich. Mit 97 Kilowattstunden pro Quadratmeter erreichte die Einstrahlung – Globalstrahlung genannt – nur 81 Prozent des langjährigen Mittelwerts. Dieser liegt im April bei etwa 120 Kilowattstunden. Immerhin erreichten der 4. und 5. April mit Tageswerten von jeweils gut sechs Kilowattstunden die Maximalwerte, die um diese Jahreszeit aufgrund des Sonnenstands möglich sind. Zuletzt im Jahr 2013 war der April ähnlich trüb gewesen. Der niedrigste Wert der Furtwanger Messungen belief sich im April 1989 auf nur 81 Kilowattstunden, der Höchstwert wurde im April 2020 mit 169 Kilowattstunden registriert.

Solareinstrahlung dümpelt unter üblichem Wert

Nach nunmehr vier Monaten steht das Jahr 2023 bei den Temperaturen um 1,1 Grad im Plus, gemessen am langjährigen Durchschnitt. Die Niederschläge liegen aktuell acht Prozent im Minus, was vor allem am trockenen Februar lag. Die Solareinstrahlung dümpelt in der bisherigen Jahresauswertung zwölf Prozent unterhalb des üblichen Wertes.

Der Mai beginnt mittelmäßig

Mit mittelmäßigen Temperaturen begann der Mai. Dieser bringt im langjährigen Durchschnitt Werte um 9,4 Grad bei bisherigen Extremwerten von minus 6,5 Grad einerseits und 27 Grad andererseits.

Die Niederschläge summieren sich im Durchschnitt auf 150 Liter pro Quadratmeter, wobei der niederschlagsreichste Maitag in der Furtwanger Wettergeschichte auf beachtliche 114 Liter kam. Dies war der 31. Mai 2000.

Die Sonneneinstrahlung erreicht im Mai im Mittel 146 Kilowattstunden pro Quadratmeter, wobei ab der zweiten Maiwoche bereits Tageswerte von mehr als acht Kilowattstunden pro Quadratmeter möglich sind. Aber auch Schnee hat es um diese Jahreszeit mitunter noch gegeben: Am 4. Mai 1979 wurden an der Wetterstation 19 Zentimeter registriert; diese Menge war überwiegend binnen der vorangegangenen 48 Stunden gefallen.