Der Februar ist in Furtwangen in der Regel der schneereichste Monat. Aber ob das in den verbleibenden Tagen noch was wird? (Archivbild) Foto: Sauerburger

Der Januar war der viertwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1979. Entsprechend erreichte die Schneehöhe nur ein Fünftel des langjährigen Mittelwertes – trotz leicht überdurchschnittlicher Niederschlagsmenge.

Die Monatsmitteltemperatur belief sich an der Wetterstation auf dem Kussenhof auf 1,0 Grad und lag damit um 2,8 Grad über dem langjährigen Durchschnitt. Wärmer war der Januar bisher nur in den Jahren 2020 (1,9 Grad), 2018 (1,4 Grad) und 1993 (1,2 Grad) gewesen. Damit waren nun 21 Monate hintereinander jeweils zu warm. Zuletzt der April 2023 war unterhalb des Normalwerts geblieben.

 

Minus 10 und plus 13,5 Grad

Die Extremwerte in den vergangenen Wochen beliefen sich auf minus zehn Grad am 4. Januar und 13,5 Grad am 25. Januar. Damit blieben sie im Rahmen der früheren Extremwerte, die bei 16,5 Grad einerseits (im Jahr 2002) und minus 25 Grad (1987) anderseits lagen. Ein interessantes Wetterereignis wurde am 9. Januar verzeichnet: Nach einem Warmlufteinbruch und einer nachfolgenden Kaltfront fiel die Temperatur binnen drei Stunden um 9,3 Grad. Im gleichen Zeitraum stieg der Luftdruck um neun Hektopascal.

Nur ein Achtel der Niederschläge als Schnee

Leicht überdurchschnittlich waren die Niederschlagsmengen. Mit 212 Litern pro Quadratmeter fiel zwölf Prozent mehr Niederschlag als üblich. Mit 56,7 Litern war der 5. Januar der regenreichste Tag des Monats. Er blieb aber noch deutlich hinter dem Tagesrekord aus dem Januar 2015 zurück, der bei 76,6 Litern lag. Nur rund ein Achtel der Niederschläge fiel als Schnee, was für einen Furtwanger Januar sehr wenig ist – normal fallen im Januar etwa 45 Prozent der Niederschläge als Schnee.

Damit ergab sich für den ganzen Monat eine mittlere Schneehöhe von gerade 5,2 Zentimetern. Im Mittel der vergangenen Jahrzehnte hatte der Januar eine Schneehöhe von 25 Zentimetern beschert. Im nunmehr 47. Beobachtungsjahr lag die Höhe damit auf dem zehnten Platz von hinten gezählt. Immerhin wurde in den ersten Tagen des Jahres noch Schnee gemessen; der Höchstwert des Monats und des bisherigen Winters wurde mit 29 Zentimetern am 3. Januar verzeichnet.

Die Tage werden länger

Durchschnittlich blieb im Januar die Sonneneinstrahlung; sie erreichte in der Monatssumme den Wert von 35 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Die länger werdenden Tage machen sich bereits deutlich bei den Tagessummen bemerkbar: Mit 2,37 Kilowattstunden pro Quadratmeter war der 21. Januar der sonnigste Tag des Monats. Um den Jahreswechsel liegen die möglichen Werte nur bei rund 2,0 Kilowattstunden. In einem durchschnittlichen Februar wird die Einstrahlung sich auf 50 Kilowattstunden pro Quadratmeter summieren, bei inzwischen wieder möglichen Tageswerten von mehr als vier Kilowattstunden zum Monatsende.

Der 13. Februar ist im Schnitt der kälteste Tag

Die Temperaturen hinken dem Verlauf der Sonneneinstrahlung hinterher und erreichen im Durchschnitt erst Mitte Februar ihr Jahresminimum. Nach 46 Beobachtungsjahren ist der 13. Februar mit durchschnittlich minus 2,7 Grad der kälteste Tag des Jahres. Noch etwas später wird im Mittel die größte Schneehöhe erreicht: Der 24. Februar ist nach den bisherigen Messungen der schneereichste Tag des Jahres mit einer mittleren Schneehöhe von 37 Zentimetern. Im Mittel kommt der Februar auf eine Schneehöhe von 34 Zentimetern, wobei der Wert in den 1980er Jahren noch bei 52 Zentimetern lag. Der höchste Einzelwert um diese Jahreszeit wurde am 1. Februar 1981 mit 196 Zentimetern gemessen. Die Temperaturen belaufen sich im Februar im Mittel auf minus 1,3 Grad. In den 1980er Jahren hatte der Februarwert aber noch bei minus 3,1 Grad gelegen, im bisherigen Verlauf der 2020er Jahre lag der Wert aber bei plus 1,9 Grad. Temperaturen bis minus 20,5 Grad hat es in den Jahren 1986 und 2012 im Furtwanger Februar schon gegeben, ebenso wie Höchstwerte bis 19 Grad im Jahr 1991.

Regenreichster Tag 1990

Die Niederschläge belaufen sich im ganzen Monat im Mittel auf 154 Liter pro Quadratmeter, wobei die Extremwerte bei 412 Litern im Februar 1990 und 25 Litern im Februar 1982 lagen. Auch der regenreichste Tag, den die Furtwanger Wetterstatistik in 46 Jahren ausweist, fiel in diese Jahreszeit: Am 14. Februar 1990 gingen 139 Liter Regen pro Quadratmeter nieder, der auf eine Schneedecke fiel, was zusammen mit Schmelzwasser zu einer als Jahrhunderthochwasser bezeichneten Überschwemmung im Bregtal sorgte.