Reges Treiben am Freitagabend auf dem Nagolder Weihnachtsmarkt. Sollte vielleicht auch am Freitag länger geöffnet sein? Foto: Heiko Hofmann

Von einem „sensationellen Erfolg“ sprach Nagolds Oberbürgermeister mit Blick auf den Weihnachtsmarkt. Nun wird bilanziert. Zum Riesenrad und den Besucherzahlen liegen Zahlen vor.

Im Verlauf des Mittwochs wurden in Nagolds Innenstadt noch die letzten Weihnachtsmarkthütten abgebaut. Höchste Zeit also für eine Bilanz.

 

Diese ist diesmal besonders interessant. Schließlich wartete der Weihnachtsmarkt 2025 mit etlichen Neuerungen auf. Erstmals kam ein Riesenrad zum Einsatz. Und dann wagte sich Nagold auch noch an die Verlängerung der Öffnungszeiten heran.

Auf offizielle Nachfrage bei Pressesprecherin Julia Glanzmann, reagiert die Stadt bei der Bilanz noch eher zurückhaltend. Vieles müsse erst noch evaluiert werden. Dennoch: „Das erste Fazit zum Weihnachtsmarkt ist gut“, schreibt Glanzmann.

Rund 6000 Fahrten im Riesenrad

Und es gibt auch Zahlen. Zum Beispiel beim Riesenrad „Kleiner Engel“, das Premiere auf dem Vorstadtplatz feierte. Meist bildeten sich an allen drei Markttagen Schlangen vor dem Fahrgeschäft. Und das deckt sich auch mit den Zahlen, die Glanzmann vorliegen.

Von etwa 6000 Fahrgästen berichtet Nagolds Pressesprecherin. Fazit: „Das Riesenrad wurde sehr gut angenommen.“

Sehr gefragt war eine Fahrt im Riesenrad. Foto: Heiko Hofmann

Auch bei den Besucherzahlen für den gesamten Markt gibt es eine offizielle Schätzung der Stadt Nagold. Julia Glanzmann: „Es kamen 20 000 bis 25 000 Besucherinnen und Besucher auf den Weihnachtsmarkt.“

Zu den Öffnungszeiten: Immer wieder gab es in den letzten Jahren nach der Veranstaltung Kritik an den zu strikten Öffnungszeiten. Diesmal blieb der Markt am Samstag bis 22 Uhr und damit eine Stunde länger offen. Hat sich das bewährt? Wird nächstes Jahr womöglich auch am Freitag eine Stunde länger, also bis 22 Uhr geöffnet sein?

Bei diesem Punkt blieb die Stadt recht vage in ihrer Auskunft. „Auch hier warten wir noch auf das Feedback der Aussteller. Dadurch können dann auch Rückschlüsse auf den Freitag gezogen werden“, informierte Nagolds Pressesprecherin.

Lob für die Organisation des Nagolder Weihnachtsmarktes

Im Kultur-, Umwelt- und Sozialausschuss wurde das Thema auch ganz kurz unter Verschiedenes angesprochen. Voll des Lobes zeigten sich die Mitglieder über die Organisation des Nagolder Weihnachtsmarktes. Daniela Steinrode (SPD), selbst beim Markt aktiv, lobte darüber hinaus, dass alle Probleme, die aufgetaucht seien, schnell und kompetent gelöst worden seien.

Die Verlängerung der Öffnungszeiten am Samstag sei zwar akzeptiert worden, bemerkte Bürgermeister Hagen Breitling. Doch es habe sich bei den Marktbeschickern herauskristallisiert, dass eine Verlängerung der Öffnungszeiten am Freitag noch sinnvoller gewesen wäre als die am Samstag. Ob das allerdings Konsequenzen für den nächsten Markt haben wird, ließ der Bürgermeister offen.

Das Marktgelände in der Turmstraße am Sonntagmorgen – es hat sich einiges an Müll angesammelt, der vom Bauhof noch rechtzeitig vor der Marktöffnung beseitigt wurde. Foto: Heiko Hofmann

Der Weihnachtsmarkt wird von der Stadt Nagold mit hohem Personalaufwand gestemmt. „Insgesamt waren 100 Personen im Einsatz“, weiß Julia Glanzmann zu berichten.

Besonders gefragt ist in diesen Tagen der Baubetriebshof. In der Woche des Weihnachtsmarktes waren die Bauhofmitarbeiter ab Montag, 8 Uhr, im Einsatz. Auch zwischen den Markttagen mussten die Mitarbeiter ran. Nach den gut besuchten Markttagen am Freitag und am Samstag, galt es am nächsten Morgen, die Straßen auf dem Marktgelände zur reinigen und von allerlei Müll zu befreien.