Mit ChatGPT über Donaueschingen plaudern und dabei Wissenswertes zu erfahren, macht derzeit noch keinen Spaß. Fehlt es an Datenmaterial? Foto: Jens Fröhlich

Das KI-Tool ChatGPT ist derzeit in aller Munde – dennoch hat das Programm auch seine Grenzen. Was weiß die KI über Donaueschingen? Die Antwort ist überraschend.

Künstliche Intelligenz, kurz KI, ist in aller Munde.

 

Es gibt kaum noch Bereiche im täglichen Leben, in denen der Technologie nicht die Zukunft vorausgesagt wird.

Aber was weiß diese Technologie über die Stadt Donaueschingen?

Für das Programm verschwimmen die Grenzen

Der Schwarzwald und die Quelle: „Donaueschingen liegt im Schwarzwald und ist bekannt als die Quelle der Donau, einem der längsten Flüsse Europas“, tickert da als Antwort über den Bildschirm. „Im Schwarzwald“ ist nicht korrekt. Die Grenze verläuft bei Wolterdingen, am Übergang von Buntsandstein zu Muschelkalk. Die Stadt ist auch nicht die Quelle der Donau, sondern bekannt dafür.

Ortsteile: Hier weiß das Programm mal mehr, aber doch eher weniger. Vielleicht müssen bessere Fragen gestellt werden? Ein neuer, konkreter Versuch also. „Welche Orte wurden eingemeindet?“ Hier wird Aufen genannt, als ein Stadtteil im Westen. Und Hüfingen, mit dem Zusatz: „Obwohl Hüfingen eine eigenständige Stadt ist, liegt sie in unmittelbarer Nähe zu Donaueschingen und wird oft in einem Atemzug mit dieser genannt.“

Auf den Hinweis, dass noch Ortsteile fehlen, was auch schon vor 2022 so war – bei vielen Antworten wird betont, dass das Wissen von ChatGPT nur bis dahin zurückreicht – werden Allmendshofen, Wolterdingen, Hubertshofen und Neudingen nachgeliefert. Von Grüningen, Aasen und Heidenhofen ist nicht die Rede.

Das überregionale Städtedreieck: „Was ist mit dem Städtedreieck gemeint?“ Nach richtiger Einordnung und Erklärung des Begriffs antwortet ChatGPT, dass damit die Städte Donaueschingen, Villingen-Schwenningen und Schaffhausen gemeint sein könnten.

Das Wissen über den Oberbürgermeister: Zum politischen Oberhaupt der Stadt bringt ChatGPT schließlich einen polnischen Namen ins Spiel, der aus Gründen des Datenschutzes hier lieber nicht genannt wird. ChatGPT nach diesem Herrn befragt, heißt es, dass der Name nicht bekannt sei. Der Name „Erik Pauly“ übrigens auch nicht. Also noch ein Versuch. „Wer ist Oberbürgermeister?“, schreiben wir. Dieses Mal nennt die KI Thorsten Frei als letzten Amtsinhaber, der ihr bis zum Datenstand 2022 bekannt ist.

Auch das Wissen zum Sport überzeugt nicht

Der Verein, den es nicht gibt: Vielleicht klappt es mit Sportvereinen etwas besser. Es wird gefragt: „Wie heißen die Fußballvereine der Stadt?“ Die Antwort: „Bis zu meinem letzten Wissensupdate im Januar 2022 war der bekannteste Fußballverein in Donaueschingen der FC Donaueschingen. Der FC Donaueschingen spielt eine wichtige Rolle im Fußballsport in der Region. Es ist jedoch möglich, dass es lokale Veränderungen oder Entwicklungen gegeben hat, und es könnte weitere Fußballvereine in der Stadt geben.“ Den genannten Verein gibt es allerdings nicht. DJK oder SSC wären mögliche Kandidaten gewesen, bei FV, der auch schon lange nicht mehr existiert, hätte man auch noch ein Auge zudrücken können.

Ist es hoffnungslos?

Das Fazit: Eine informative Unterhaltung mit der KI über lokale Themen ist derzeit noch kein Vergnügen. Dafür fehlen ChatGPT zu viele Daten.

Inhalte der Antworten sollten nicht ungeprüft verwendet werden. Sprachlich gibt es dagegen kaum Kritik. Die KI kann sich korrekt und gewählt ausdrücken, in einem höflichen Ton, passt sich sogar seinem Gegenüber an. Noch ist sie damit kaum Konkurrenz für Suchmaschinen und andere Quellen, wenn es um verlässliche Informationen geht.

Intelligente Systeme

Die Fähigkeit von intelligenten Systemen:
Die Liste der Fähigkeiten von intelligenten Systemen ist lang. Die einen sind auf Bilder spezialisiert, andere auf Videos. Manche können Prozesse optimieren, gut rechnen oder Daten auswerten. ChatGPT, die wohl bekannteste KI, punktet in den Bereichen Text und menschlicher Sprache. Und das kann sie wirklich gut, da gibt es kaum etwas zu meckern. Alle KI-Systeme beruhen auf der Fähigkeit, Informationen aufzunehmen, diese zu verarbeiten, zu speichern und anhand dieses Wissens eigenständig Probleme zu lösen und bestimmte Ziele zu erreichen.