Die Gartenschau Freudenstadt-Baiersbronn hat Halbzeit. Oberbürgermeister Adrian Sonder und Bürgermeister Michael Ruf ziehen Zwischenbilanz.
Nicht nur die vielen positiven Rückmeldungen der Gartenschaubesucher, sondern insbesondere die gute Zusammenarbeit der beiden Amtsträger aus Freudenstadt und Baiersbronn zeichnen ein erfolgreiches Bild. „Zur Halbzeit kann ich sagen, dass die Zusammenarbeit mit Baiersbronn noch intensiver geworden ist und besonders durch den übergreifenden Austausch mit den vielen Ehrenamtlichen aus allen Teilen sind wir zusammengewachsen“, betont Oberbürgermeister Adrian Sonder. Dass beide an einem Strang ziehen, ist zu merken.
Eine Gartenschau ohne die vielen Ehrenamtlichen sei nicht möglich. Schon in den ersten Wochen habe man gemerkt, wie wichtig das Feedback ist. „Wir haben an einigen Stellen nachjustiert und einige Optimierungen vorgenommen. Nun können wir sagen, dass es passt“, sagt Sonder. Er spricht vom Geist der Ehrenamtlichen, die mit Stolz ihre Gartenschau und beide Kommunen vertreten. Für ihn sei das neben der sehr guten Zusammenarbeit mit Baiersbronn der größte Erfolg der Gartenschau.
Menschen weiterhin motivieren
„Mein Wunsch ist es, diesen Geist auch nach dem 12. Oktober zu erhalten. Wie das funktionieren kann und wie wir die Menschen weiterhin motivieren können, darüber machen wir uns bereits jetzt Gedanken“, so Sonder. Das könne über Freundeskreise oder kommunale Steuerung geschehen.
Bürgermeister Michael Ruf spricht von einer persönlichen Bindung und entstandener Freundschaft zwischen den Beteiligten. Die beiden Kommunen würden nun auf einer anderen Ebene zusammenarbeiten und das sei der große Mehrwert. „Das kann uns niemand mehr nehmen“, so Ruf.
Auf menschlicher Ebene
„Ich glaube, es hat sich bei uns allen kulturell etwas verändert, das auch dauerhaft so bleiben wird – nicht nur auf der menschlichen Ebene, sondern auch auf der kommunalen“, so Ruf.
Auf die Frage nach ihren persönlichen Erlebnissen und Veranstaltungshöhepunkten gibt es keine eindeutigen Antworten. „Wenn wir etwas herausheben würden, wäre es der Gesamtheit der Gartenschau gegenüber nicht gerecht. Es gab bisher viel und wir freuen uns auf viele weitere schöne Veranstaltungen“, drückt es Ruf diplomatisch aus. „Die tolle Präsenz des Hauff Märchens ,Das kalte Herz‘ begeistert mich einfach“, lässt sich Ruf dann doch noch entlocken.
Als ehemaliger Kämmerer hat er einen klaren Blick auf die Finanzen. „Wir gehen davon aus, dass wir innerhalb unseres gesetzten Budgets bleiben. Wir haben gute Besucherzahlen, keine Kostensteigerungen. Allerdings wird erst am Ende abgerechnet“, so Ruf. Für Sonder ist es die Nachhaltigkeit der über Jahre geplanten Infrastrukturen und Daueranlagen, die zwar an der ein oder anderen Stelle Mehrausgaben nach sich ziehen werden, aber sich mit der Zeit rechnen werden.
Toilettenanlage auf der Schelklewiese
Konkreter wird Ruf auf die Frage, wie es mit den Anlagen nach der Gartenschau weitergehen soll. „Eine Toilettenanlage auf der Schelklewiese und die Zukunft des Sportplatzes in Friedrichstal sind gerade die Themen, über die wir uns Gedanken machen“, sagt er.
Sonder spricht von einem wichtigen Naherholungsgebiet im Christophstal, dem man in Zukunft eine entscheidende Rolle zutraue. „Welche Bereiche bei der Stadtentwicklung eine Rolle spielen, müssen wir sehen. Sicher gibt es auch finanzielle Beschränkungen und nicht alles ist machbar“, betont Sonder.