Rund 630 Kubikmeter sind an den Sammelstellen im Stadtgebiet zusammengekommen. Das Material wird nun wiederverwertet.
Wer seinen Weihnachtsbaum noch bis Februar daheim stehen hatte, konnte diesen bis vor wenigen Tagen kostenfrei in neun von 13 Calwer Stadtteilen abgeben.
Bei den Sammelstellen in Calw, Alzenberg, Wimberg, Heumaden, Altburg, Hirsau, Stammheim, Holzbronn und Ernstmühl kam dabei einiges zusammen.
Wie Stefanie Schweigert, Pressesprecherin der Stadt Calw, auf Anfrage berichtet, seien für das Einsammeln der Bäumen 18 Großcontainer je 35 Kubikmeter verwendet worden. „Das sind rund 630 Kubikmeter, die dem Recycling-Kreislauf zugeführt werden“, so Schweigert.
Wie viele Bäume?
Zum Vergleich: Ein zweistöckiges Einfamilienhaus mit Flachdach mit zwölf Metern Länge, acht Metern Breite und sieben Metern Höhe hat ein Volumen von 672 Kubikmetern. Es ließe sich also sagen: Calws Weihnachtsbäume füllen ein ganzes Haus. Mindestens.
Um wie viele Bäume es sich dabei handelte, konnte die Sprecherin nicht sagen. Ein Gefühl dafür gibt aber eine Schätzung aus dem Jahr 2017; damals meinte ein Mitarbeiter des Calwer Baubetriebshofs, dass an den Sammelstellen 1500 bis 2000 Bäume zusammenkommen dürften.
Heizkraftwerk und Blumenerde
Sicher ist: Nun wird das Gesammelte weiterverwertet. „Das großholzige, unbrauchbare Material (wie Stamm und Rinde) werden nach der Sortierung gehäckselt und zu Heizkraftwerken geführt“, erklärt Schweigert. „Der Rest wird kompostiert und bildet das Grundmaterial zur unbehandelten Blumenerde.“
Möglich also, dass manch einer einen winzigen Teil seines eigenen Weihnachtsbaumes sogar „wiedersieht“ – und zwar als Erde im Blumentopf.