Fußgängerüberweg, LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtung, Abschluss der Sanierung der Bildungseinrichtungen und Fortsetzung der Rathaussanierung kommen in Döggingen.
Ortsvorsteher Georg Baum machte in der Silvesterversammlung eine gelebte Demokratie, ein gutes Miteinander und die gemeinschaftliche Erarbeitung von Vorhaben als Basis einer erfolgreichen Entwicklung von Döggingen aus. Als Beispiele führte er den Neujahrsempfang der Stadt, die Ortsputzaktion der SVD-Jugend, das Brunnenfest mit dem ersten Gauchachmarkt, die Beteiligung an der Protestaktion zum Bau der zweiten Gauchachtalbrücke oder die unbürokratische Lösung der Parkplatzsituation rund um den Kindergarten an.
Dank dieses Elans gab sich Baum trotz klammer Kassen zuversichtlich, in Zusammenarbeit mit den kommunalen Gremien auch 2026 einiges für den Ort erreichen zu können. Zuoberst nannte er die Realisierung des jahrelang diskutierten Fußgängerüberwegs auf Höhe des Brothandwerks Schorp, der nach Überwindung aller bürokratischen Hürden 2026 umgesetzt wird.
Letzte Etappe
Die letzte Etappe der für rund 600 000 Euro gesamtsanierten Gauchachschule erfolgt ebenso wie der Bau zweier neuer Mobilfunkmasten an der B 31 und entlang der Bahn in Richtung Hausen vor Wald.
Die Umrüstung der restlichen Straßenlampen im Ort auf LED und die Sanierung der mit 50 000 Euro veranschlagten Rathausfenster erfolgt mit finanzieller Unterstützung der Fritz-Reimnitz-Stiftung in Höhe von 30 000 Euro. Die aus Sicherheitsgründen geforderte Fuß- und Radwegverbindung zwischen Ortsausgang und Kreisel entlang der B 31 erfolgt in Absprache mit dem Landratsamt frühestens im Jahr 2027. „Wir haben gemeinsam einiges umgesetzt“, so Baum.
„Einiges umgesetzt“
Er richtete an alle Parteien den Wunsch, auch bei unterschiedlichen Meinungen mit Kompromiss- und Gesprächsbereitschaft eine Lösung zu finden. Baum appellierte, zukunftsweisende Projekte nicht aus ideologischen Gründen abzulehnen und sich nicht selbst im Wege zu stehen. 2025 ordnete er als ein Erfolgsjahr ein, in dem die wieder in Fahrt gekommene Kindergartenerweiterung im kommenden Jahr bis März und die folgende Sanierung bis Oktober abgeschlossen wird.
Sich trauen lassen im Rathaus
Die Rathaussanierung Außenfassade erster Teil, die technische und bauliche Sanierung des Trinkwasserhochbehälters für den Sportplatz und die Brandhöfe, die Fortsetzung des ESB-Netzausbaus, das Revival der Trauungsmöglichkeit im Rathaus, die Erhöhung der Fußgängersicherheit auf der Johannes-Schmid-Straße zählte Baum ebenfalls zur positiven Bilanz 2025. Die hohe Wahlbeteiligung in Döggingen während der Bürgermeister- und Bundestagswahl, eine eindrückliche Waldbegehung mit Förster Tom Eckert, diverse Besuche örtlicher Firmen, die Übernahme der Bepflanzung am Friedhofseingang von Einheimischen, die Resonanz auf eine öffentliche Gartenberatung oder die Eröffnung des Solarparks 2 rundeten die Erfolgsbilanz ab.
30 Tage Umleitungsverkehr durch den Ort aufgrund einer Tunnelsanierung bezeichnete Baum angesichts von bis zu 20 000 Fahrzeugen pro Tag als Grund genug, mit dem Bau der zweiten Gauchachtalbrücke zu beginnen. Ortschaftsrat Rolf Schütz erläuterte in seinem Waldbericht, dass aufgrund der topografischen Lage, des Baumalters und der Bodenbeschaffenheit im Vorjahr 80 Prozent aller Neubepflanzungen auf Dögginger Gemarkung erfolgten. Der Holzeinschlag lag aufgrund von Krankheiten, Käfer- und Sturmholz mit 6000 Festmetern um 220 Prozent über dem Plan. Bürgermeister Micha Bächle bezeichnete die Investitionen in die Bildungseinrichtungen als ein Bekenntnis zum Standort Döggingen.