Zahlreiche Gewerke gilt es für die Sanierung der Mehrzweckhalle zu vergeben. Foto: Stöhr

Der Hallenumbau in Winzeln geht in die nächste Phase. Zahlreiche Gewerke wurden vergeben, und der Zeitplan für die Arbeiten wurde vorgestellt.

Fluorn-Winzeln - Auch in der vergangenen Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem "größten Hochbauprojekt aktuell", so Bürgermeister Tjaden zum laufenden Hallenumbau in Winzeln. Drei Millionen Euro (Bundeszuschuss mit eingerechnet) muss die Gemeinde in etwa investieren.

Einen Kostenüberblick gaben Kai Sroczinski und Bauleiter Helge Werni vom Rottweiler Architekturbüro "ktl". Werni gab zunächst einen Rückblick auf die bisher geleisteten Arbeiten sowie einen Ausblick auf die ausstehenden Arbeiten. Der Rohbau und die Bauabdichtung konnten im vergangenen Jahr abgeschlossen werden, so Werni.

Durch den Schadstoffrückbau und eine Tiefergründung des Bodens sei es zu Verzögerungen gekommen, erklärte der Bauleiter. Bürgermeister Tjaden ergänzte, dass die Arbeiten coronabedingt erst etwas später begonnen werden konnten. Vereine hatten zunächst Eigenleistungen erbracht, wobei sich der Hallenboden als asbesthaltig herausgestellt habe.

Firmen schon zu Jahresbeginn ausgelastet

Gemeinderat Roland Gerster hakte bei den Architekten nach, ob man den Zeitplan nicht beschleunigen könnte. Geplanter Bauabschluss ist im Februar 2022. Werni erklärte, dass man Möglichkeiten prüfen werde, man aktuell aber nicht mit einer früheren Fertigstellung rechne.

Architekt Sroczinski gab dem Gemeinderat einen Überblick zu den Kostenberechnungen, die er mit Eigenleistungen auf insgesamt rund 4,5 Millionen Euro brutto bezifferte. Gut 20 Prozent der Kosten seien noch offen. Die noch fehlenden Gewerke galt es anschließend zu vergeben.

Der Rücklauf auf die Ausschreibungen sei teilweise sehr dürftig ausgefallen, bedauerte Scroczinski. Es sei außergewöhnlich, dass Firmen schon zu Jahresbeginn ausgelastet seien. Drei von insgesamt 13 aufgeforderten Firmen hatten ein Angebot für die Estricharbeiten abgegeben.

Das Architekturbüro schlug vor, die Arbeiten an die Firma Kimmich mit einer vorläufigen Angebotssumme von 25.712 Euro zu vergeben. Im Vergleich zur Kostenberechnung seien dies 264 Euro an Mehrkosten.

Für das Gewerk "Schreinerarbeiten, Türen, Simse" gingen zwei Angebote ein. Insgesamt waren 20 Firmen aufgefordert ein Angebot abzugeben. Die Prüfung der Architekten ergab, dass das Angebot an die Firma Summ (vorläufige Auftragssumme 96.422 Euro) vergeben werden solle. Die Mehrkosten zur Kostenberechnung betrugen hier fast 46.000 Euro. Eine Neuausschreibung sei jedoch nicht sinnvoll.

Zuschlag geht an Firma Thiel

Vier von acht aufgeforderten Firmen hatten ein Angebot für die Sonnenschutzarbeiten abgegeben. Mit einer vorläufigen Angebotssumme von 8580 Euro wurde das Angebot der Firma Günthner bevorzugt. Lediglich zwei von insgesamt 30 aufgeforderten Firmen gaben ein Angebot für das Gewerk "Metallbauarbeiten Stahl-Glas, Stahltüren" ab. Die Firma Musa überzeugte die Aufsteller mit einer Auftragssumme in Höhe von etwa 24.000 Euro. Die Vergabe der Garagentore stehe noch aus.

Schließlich galt es noch die "Trockenbauarbeiten, Wände" zu vergeben. Sieben von 24 Firmen gaben ein Angebot ab. Mit einer Summe von 40.818 Euro sollte der Zuschlag an die Firma Thiel gehen. Die Abstimmung erfolgte einstimmig zugunsten der Bieter.