TTV-Präsident Michael Knecht (links) gratulierte den Zweitplatzierten (von links) Corbin und Bonti Moosmann, Julian Helm und Adrian Jauch, den Drittplatzierten Moritz Maier und Samuel Pfaff sowie den Viertplatzierten Laurin Hartung und Noah Fischer. Foto: Dold

Das wurde im Vorfeld noch für unmöglich gehalten: Bei der „Steel-Darts-Dorfmeisterschaft“ gab es aber erstmals ein Duo, das seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigte.

„Haaallooo. Haaaallooo. Haaaaallooo“: Der frisch gebackene Großvater und TTV-Präsident Michael Knecht hatte trotz Mikrofons alle Mühe, sich im pickepackevollen Saal des Grünen Baums Gehör zu verschaffen. Schließlich drehten sich aber doch alle um. Die Zuhörer erhielten die neuesten Infos rund um das Dartturnier. Für dieses hatten sich sage und schreibe 42 Mannschaften angemeldet – und es hätte sogar noch mehr Bewerber gegeben. „Mehr ging nicht“, sagte Chef-Organisator Tobias Westphal.

 

Tennenbronner Einschlag

Noch nie war es dem Vorjahressieger gelungen, diesen Coup im Folgejahr zu wiederholen. Nun stand aber das Team AV Hardt I mit Julian Helm und Adrian Jauch erneut im Finale. Dort entwickelte sich gegen ein Duo mit starkem Tennenbronner Einschlag – Corbin und Bonti Moosmann alias „Die Sibirischen Klötenponys“ – ein spannender Wettkampf. Nach jeweils einem Sieg im Einzel musste schließlich das Doppel die Entscheidung bringen. Die Ringer vom AV Hardt hatten dabei alles andere als wacklige Hände: Adrian Jauch versenkte den entscheidenden Pfeil und der Jubel kannte keine Grenzen. Somit war auch TTV-Präsident Michael Knecht widerlegt, der vor dem Turnier eine Titelverteidigung als nahezu unmöglich beschrieben hatte.

Professionell war im Finale das unbestechliche Schiedsrichter-Team, bestehend aus dem Präsidenten Michael Knecht persönlich sowie seinem Sohn und Laufburschen Alexander Knecht. Er rechnete die jeweiligen Summen zusammen, während Michael Knecht diese gewohnt wortgewandt umgehend dem Publikum verkündete.

Turnierleitung auf zack

Das kleine Finale um Platz drei entschieden die „Doppel Daddies“ (Samuel Pfaff/Moritz Maier) gegen „ElektroElFantastico“ (Noah Fischer/Laurin Hartung) für sich.

Der Präsident griff während des gesamten Turniers als Oberschiedsrichter ein, wenn es Streitfragen zu klären galt. Ansonsten lief bei der Turnierleitung um Stefan Winkler und Alexander Ganter alles wie am Schnürchen.

Was auffällt: Die Teilnehmer werden von Jahr zu Jahr besser. Oft wurde vom Start bei 301 Punkten bereits in der fünften Runde ausgemacht. Das wäre in den Anfangsjahren des Turnier, das nun zum neunten Mal stattfand, noch undenkbar gewesen.

Kreativ zeigten sich die Teilnehmer bereits bei der Anmeldung. Die Teamnamen lauteten beispielsweise „Schraube Tonbach“, „The Old Zitterhands“ oder die „Green Trees“ in Anspielung auf den Grünen Baum.

Bereits im Vorfeld hatte das Aufbauteam um Sascha Schlösser ganze Arbeit geleistet und die sechs Boards picobello aufgebaut.