Die Ringsheimer Sirene wird zwei Verstärker und acht Lautsprecher sowie zusätzlich die Möglichkeit einer Sprachfunktion besitzen. Foto: Symbolfoto: Stache

Ringsheim hat im Rahmen des Konjunktur- und Krisenbewältigungspakets 2020 bis 2022 eine Förderzusage des Bundes für eine neue Sirene bekommen.

Ringsheim - Ringsheim hat im Rahmen des Konjunktur- und Krisenbewältigungspakets 2020 bis 2022 eine Förderzusage des Bundes für eine neue Sirene bekommen. "Vor drei bis fünf Jahren hatte man sich gefragt, ob man überhaupt noch Sirenen braucht. Nun haben wir festgestellt, dass sie nötig sind, um die Bevölkerung zu warnen – nicht nur im Falle eines Krieges, sondern vor allem bei Katastrophen wie im Ahrtal", erklärte Bürgermeister Pascal Weber.

Anlage kommt auf "Alten Ochsen"

So sei er froh, dass es Ringsheim gelungen sei, eine Förderzusage zu bekommen, halte aber die Gesamtanzahl der bei diesem Programm ausgeschriebenen Sirenen für viel zu wenig hält. "Wir haben unseren Antrag zwei bis drei Tage, nachdem das Programm auf dem Markt war, gestellt. Bereits nach sechs Tagen war es voll", berichtet der Bürgermeister.

Ein Austausch der Ringsheimer Sirenen ist indes durchaus angebracht, schilderte Bauamtsleiter Nico Karschewski. Die drei vorhandenen Sirenen sind so alt, dass sie von der Leitstelle nicht mehr digital ausgelöst werden können – und auch nicht mehr nachrüstbar sind. Die neue Sirene, die auf dem "Altten Ochsen" (Alte Bundesstraße 22) platziert werden soll, verfügt über genügend Leistung, alle drei Sirenen zu ersetzen. Sie hat eine Leistung von 1200 Kilowatt, zwei Verstärker und acht Lautsprecher sowie die Möglichkeit einer Sprachfunktion.

Bund übernimmt knapp 11 000 Euro

Zwei namhafte Firmen hatten sich um die Ringsheimer Sirene beworben. Der Angebotspreis der günstigsten Firma, der Firma Meder Commtech liegt bei rund 23 000 Euro. Weitere 1000 Euro kommen für einen Druckknopf hinzu. Dank diesem kann die Sirene nicht nur digital über die Leitstelle ausgelöst werden, sondern auch manuell vor Ort. Der Bund übernimmt im Rahmen des Förderprogramms knapp 11 000 Euro. Der Gemeinderat stimmte der Anschaffung geschlossen zu.