Starker Weltcup-Auftakt: Daniela Maier kommt in Val Thorens auf den vierten Rang. Damit hakt die Furtwangerin die Olympianorm ab. Die Olympiasiegerin feiert einen Traumeinstand.
Die Furtwangerin, die für den SC Urach startet, hatte schon in den beiden Qualifikationsrennen am Dienstag und Mittwoch mit den Rängen drei und zwei gezeigt, dass mit ihr auch im olympischen Winter zu rechnen ist. Nur Olympiasiegerin Sandra Näslund aus Schweden war etwas schneller. „Das war eine sehr starke Quali“, schrieb Maier danach auf Instagram.
Doch dies waren Rennen nur „gegen die Zeit“. Am Donnerstag standen erstmals in diesem Winter Weltcup-Heats auf dem Programm. Im K.o.-System treten pro Lauf immer vier Skicrosserinnen gegeneinander an. Dies jeweils zwei Besten kommen in die nächste Runde, für die Läuferinnen auf den Rängen drei und vier ist der Wettbewerb vorbei.
Das Viertelfinale
Los ging es in Val Thorens mit dem Viertelfinale. Dabei kam es zum brisanten, aber sehr attraktiven Aufeinandertreffen mit Weltmeisterin Fanny Smith aus der Schweiz. Daniela Maier, die Weltcup-Gesamtzweite des vergangenen Winters, traf als auf die Weltcup-Gesamtsiegerin, mit der sie in Peking zudem olympisches Edelmetall – Bronze – geteilt hatte.
Zudem war mit India Sherret (Kanada) auch die Gesamtdritte von 2024/25 im Heat der Schwarzwälderin. Viel schwerer geht es nicht. Es war ein Viertelfinale der Skicross-Superstars. Katrin Ofner (Österreich) machte das Quartett komplett.
Maier erwischte einen perfekten Start, sah schon wie die sichere Siegerin aus. Doch dann übersah die 29-Jährige eine Bodenwelle, geriet ins Straucheln. Doch akrobatisch rettete sich die Schwarzwälderin als Zweite hinter Smith das Ziel. Die Bronzemedaillengewinnerinnen von den Winterspielen 2022 erreichte das Halbfinale. Damit war auch klar: Maier hatte schon die Olympia-Norm für die die Spiele in 2026 in Mailand und Cortina in der Tasche.
Das Halbfinale
Auch im Halbfinale ging es wieder gegen Smith. Die Französin Marielle Sabbatel und die Kanadierin Courtney Hoffos vervollständigten das Feld. Maier schnappte sich schnell die zunächst führende Schweizerin und fuhr nach und nach der Konkurrenz davon.
Nach einem souveränen Sieg war das Final-Ticket gelöst. Dies schaffte Smith nach einem Torfehler nicht.
Das Finale
Neben Maier wollten sich auch Sandra Näslund, Mylene Baz Ballet (Frankreich) und Courtney Hoffos den Weltcup-Sieg in Val Thorens. Dort hatte die Schwarzwälderin vor zwei Jahren erstmals auf dem obersten Podest gestanden.
Daniela Maier kam als Dritte aus den Startlöchern, fiel sogar auf Rang vier zurück. Die Furtwangerin versuchte alles, doch nach einem Fehler konnte sich die Schwarzwälderin nicht mehr verbessern. Es blieb beim Sieg von Sandra Näslund der vierte Rang. Zweite wurde Hoffos, auf Platz drei kam Mylene Baz Ballet ins Ziel.
So geht es weiter
Am Freitag (12.30 Uhr) steht in Val Thorens das zweite Rennen an. Vielleicht feiert Daniela Maier ja dann ihren fünften Weltcup-Sieg?