Skicrosserin Daniela Maier fiebert dem kommenden Freitag entgegen. Foto: DSV

Freitag, 13.10 Uhr – diesen Termin hat Daniela Maier (SC Urach) immer im Blick. Dann soll es bei den Olympischen Spielen für die Schwarzwälderin um Gold gehen.

Daniela Maier ist aus Schwarzwälder Sicht wohl die größte Hoffnung auf Gold. Die Olympia-Dritte von Peking belegt im Gesamtweltcup den zweiten Rang.

 

Nur die langjährige Dominatorin Sandra Näslund (Schweden) hat in diesem Winter mehr Punkte gesammelt. Bei der olympischen Generalprobe im italienischen in Val di Fassa ließ die Furtwangerin aber auch die Olympiasiegerin hinter sich, stand auf dem obersten Podestplatz.

Für Daniela Maier und Co. geht es am Freitag in Livigno ab 10 Uhr (Setzliste) um die Medaillen. Auf 13.10 Uhr ist das große Finale angesetzt.

Das sagt Daniela Maier

Die 29-Jährige ist kurz vor dem Höhepunkt des Winters gut drauf: „Bisher ist die Saison ganz gut verlaufen. Ich konnte mir Stabilität und Konstanz erarbeiten, so wie ich es mir vorgenommen hatte. Grundspeed und Körpergefühl passen aktuell auch. Ich freue mich auf die Teilnahme an meinen zweiten Olympischen Spielen. Bei meiner Premiere habe ich gelernt, dass man erst dabei ist, wenn man am Tag X im Gate steht. Es herrscht bei den Spielen viel Trubel, obwohl es definitiv nicht mehr als ein ‚normaler‘ Weltcup ist. Und: man muss sich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle einstellen. Das Wichtigste für mich ist es, bei mir zu bleiben, meine Routinen zu pflegen, Spaß zu haben, an dem was ich liebe und dabei meine 100 Prozent abzurufen.“

Daniela Maier weiter: „Die Wettkampfarea ist sehr cool aufgebaut. Die Strecke war im Testevent noch nicht wirklich spektakulär. Mal schauen, was in den vergangenen Tagen noch geändert wurde. Der Zielsprung hat schon mal viel Spaß gemacht“, lässt sich Maier in einer DSV-Mitteilung zitieren.

Die Legenden

Und mit wem würde die Skicrosserin gerne einen Cappuccino trinken? „Luisa Klapprott, Viki Rebensburg, Tina Maze, Mikaela Shiffrin und so weiter“, zählt die Schwarzwälderin auf.

Und welche Wettkämpfe anderer Disziplinen möchte Daniela Maier unbedingt live sehen?„Wir werden Skispringen zusammen anschauen, vielleicht auch Langlauf und einige Freestyle-Bewerbe – plus Ski Cross natürlich. Ich würde liebend gerne die Alpin-Wettbewerbe sehen, sowohl Damen als auch Herren. Eishockey würde ich auch mal gerne anschauen, und, und, und.... Eigentlich müsste ich die zwei Wochen nur zum Zuschauen zur Verfügung haben.“

Das deutsche Skicross-Team

Frauen: Leonie Bachl-Staudinger (TV Schierling), Luisa Klapprott (WSV Samerberg), Daniela Maier (SC Urach), Veronika Redder (WSV Glonn).

Männer: Florian Fischer (SC Starnberg), Tim Hronek (SV Unterwössen), Cornel Renn (SV Hindelang), Florian Wilmsmann (TSV Hartpenning).