Furtwangerin genießt ihre zwei Weltcup-Siege in Innichen. Was für sie besonders bemerkenswert am Wochenende war. Wie es für sie nach dem Weihnachtsfest daheim dann weitergeht.
Es ist und bleibt ein wunderschöner Wahnsinn! Auch noch ein paar Stunden nach den beiden großen Weltcup-Siegen von Daniela Maier (SC Urach) im italienischen Innichen.
Die Furtwangerin ist wohl in der Form ihres Lebens. Ihre beiden souveränen Final-Rennen am Freitag und am Samstag unterstreichen es. Die 28-Jährige ist nach ihrem Comeback körperlich topfit – außerdem mental sehr stark. Sie genießt förmlich jedes Rennen. Daniela Maier fährt so clever und cool, dass sie auf der Strecke im Moment offenbar wirklich nichts umhauen kann.
Die Furtwangerin war am Samstagabend einfach nur „sehr glücklich. Mein Sieg am Freitag war besonders schön, weil er unerwartet kam und ich mich eigentlich bis zum Finale regelrecht an diesem Tag durchkämpfen musste. Mein zweiter Sieg am Samstag ist für mich deshalb so fantastisch, weil er eben gleich darauf folgte. Ich hatte viel Spaß bei den Rennen, die Strecke passte und ich habe mich nach meiner Müdigkeit am Freitagabend doch sehr schnell erholt. Unser gesamtes Team hat einen hervorragenden Job gemacht, denn die Bedingungen waren durch den Neuschnee am Freitag nicht so einfach.“
In der Weltcup-Gesamtwertung übernahm Daniela Maier – erstmals in ihrer Karriere – die Führung mit 369 Punkten vor den beiden Kanadierinnen India Sherret (325) und Marielle Thompson (320).
Auch Manfred Kuner ist begeistert
Einer, der ebenfalls die Rennen von Daniela Maier am Fernsehen begeistert verfolgte, war Manfred Kuner, der Präsident des Skiverbandes Schwarzwald. Er war beeindruckt, aber nicht so überrascht: „Daniela kam topfit nach ihrer Verletzungspause zurück. Sie ist mental noch stärker geworden. Jetzt hat sie auch viel Erfahrung. Das Gesamtpaket passt bei ihr. Es ist eine große Freude, ihr zuzuschauen. Sie strahlt so viel Sympathie aus, hat sich nie von ihrem Verletzungspech unterkriegen lassen. Wenn sie diese Form behält, kann sie um den Gesamtsieg im Weltcup mitfahren.“
Ein wenig gefeiert – die Vorfreude auf daheim
Mit dem deutschen Skicross-Team besuchte Daniela Maier am Samstagabend noch den Christkindlmarkt in Innichen und freute sich dabei schon sehr auf ein paar ruhige Tage über Weihnachten daheim in Furtwangen. Danach stehen einige Konditionseinheiten in ihrer Wahlheimat Marquartstein (Bayern) an. Ab 6. Januar geht es dann wieder zum Schneetraining. Vom 14. bis 17. Januar läuft der nächste Weltcup im Skigebiet Reiteralm (Österreich).
Ihre Gedanken und Wünsche
Daniela Maier möchte weiterhin nur in kleinen Schritten denken. „Ich will meine Rennen genießen, Spaß haben und vor allem verletzungsfrei bleiben. Ich mache mir angesichts meiner Führung im Weltcup jetzt nicht den ganz großen Druck, aber diese Erfolge geben mir schon ein sehr schönes Gefühl für die nächsten Wochen und Monate.“