Schwenningens Boaz Bassen (rechts) und Münchens Keith Aulie werden wieder aufeinandertreffen. Foto: Roland Sigwart

Eishockey: Im dritten Anlauf endlich der erste Sieg? Defensive hat Priorität. Cerveny steht im Tor.

Die Wild Wings sind zu Gast bei Red Bull München Daniel – Daniel Weiß feiert sein Debüt

Für die Schwenninger Wild Wings kommt es am Donnerstagabend (18.30 Uhr) in der DEL-Gruppe Süd zum dritten Aufeinandertreffen mit dem ERC Red Bull München. Nach zwei knappen Heimniederlagen (2:3 und 4:6) wollen die Wild Wings nun auswärts den ersten Sieg gegen München einfahren.

Defensive hat Priorität

"München ist ein sehr gutes Team, aber sie sind schlagbar", blickt Wild-Wings-Coach Niklas Sundblad auf die kommende Partie. Der Gameplan des 48-Jährigen ist klar definiert: "Wir müssen defensiv sehr kompakt und sicher stehen. München wird sehr viel Druck auf uns ausüben, dem müssen wir standhalten. Mit unserem schnellen Umschaltspiel nach vorne werden wir unsere Chancen bekommen."

Aus Schwenninger Sicht könnte der Münchner Sieg am vergangenen Samstag (4:3 in Nürnberg) eine Warnung gewesen sein. Das Team aus der bayrischen Hauptstadt hatte zuletzt bei seinen Heimniederlagen gegen den ERC Ingolstadt (1:3) und die Adler Mannheim (3:6) uncharakteristische Schwächen gezeigt. In der Tabelle der DEL-Gruppe Süd könnten die Wild Wings also mit einem Sieg an München vorbeiziehen. Beide Mannschaften haben zwölf Spiele absolviert, Schwenningen hat 20 Punkte, Red Bull steht bei 21 Zählern.

Auffällig sind bislang vor allem die defensiven Schwächen der Münchner. 40 Gegentore in zwölf Partien sprechen eine deutliche Sprache – nur Augsburg (41) und Nürnberg (56) haben in der Gruppe Süd mehr Treffer kassiert. Auf der anderen Seite jedoch läuft die Offensive – wie gewohnt – auf Hochtouren. Mit 47 eigenen Treffern teilt sich der EHC bislang den Titel des besten Angriffs mit den Ingolstädtern.

Dass Red Bull defensiv anfällig ist, wurde auch im vergangenen Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften am 16. Januar in Schwenningen deutlich. Mit 4:1 führten die Wild Wings zwischenzeitlich in der heimischen Helios-Arena – bevor sie das Spiel noch aus der Hand gaben und mit 4:6 verloren. Münchens Trevor Parkes erzielte dabei vier Treffer. "Parkes ist ein toller Spieler, aber München hat viele Top-Spieler. Wir dürfen uns nicht zu sehr auf ihn fokussieren", meint Sundblad.

Cerveny steht im Tor

Auf Schwenninger Seite hofft man, dass Rückkehrer Daniel Weiß bei seinem Debüt direkt überzeugen kann. "Daniel hat heute erstmals mit der Mannschaft trainieren dürfen, nachdem seine Corona-Tests negativ waren", berichtete Sundblad am Mittwoch. "Ich habe einem guten ersten Eindruck von ihm. Vorne kann er uns mit seiner Power und körperbetonten Spielweise weiterhelfen", sagt der Coach. Eine Pause bekommen wird hingegen Keeper Joacim Eriksson: "Der Spielplan ist aktuell sehr eng getaktet. Wir wollen nicht, dass die Belastung für Joacim zu groß wird." An seiner Stelle wird Patrik Cerveny das Schwenninger Tor hüten.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: