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Dampfspektakel in Plochingen Ordentlich Druck im Kessel

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Die Shay (links) ist bei den Besuchern des Dampfspektakels besonders beliebt. Foto: Ines Rudel

Plochingen - Der Glanz von Plochingen als Drehscheibe der württembergischen Eisenbahn ist längst verblasst. Wäre da nicht der Verein Dampfbahner Plochingen, der jährlich mit seinem Internationalen Dampfspektakel die Eisenbahnfreunde aus halb Europa ans Neckarknie lockt. Am Wochenende ist dabei wieder ordentlich Dampf in den Kesseln gewesen. Modellbauer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden sind dem Ruf des Plochinger Vereins gefolgt und haben ihre Lokomotiven auf die 7,5 Zoll breiten Schienen gesetzt.

Hier gilt noch: Echtdampf statt Livestream

In der Dampfbahner-Szene wird Live-stream noch mit Echtdampf übersetzt. Rund 50 Lokomotiven und Modellzüge brachten beim 16. Internationalen Dampfspektakel auf dem Vereinsgelände im Plochinger Landschaftspark Bruckenwasen die Augen der Eisenbahn-Nostalgiker zum Glänzen. Besonders dann, wenn ein Schmuckstück wie das legendäre Schweizer Krokodil auf dem 1,2 Kilometer langen Schienenstrang seine Aufwartung machte.

Sie trieben aber auch den Schaulustigen die Tränen in die Augen, etwa wenn eine im Maßstab 1:4 nachgebaute Lokomotive der legendären Baureihe 50 fauchend und rußend Fahrt aufnahm. „Zehn Jahre“, antwortete der Besitzer, Hartmut Steinke, trocken auf die Frage nach der Arbeit, die in dem Dampfross steckt. Das große Vorbild des Nachbaus war im Jahr 1939 erstmals losgedampft und erst im Jahr 1987 endgültig ausgemustert worden.

Finanzielle Leidensfähigkeit gehört zum Hobby

Rund 10 000 Besucher, so schätzt der Vereinschef Kai Schmitt, haben sich am Samstag und Sonntag über das Vereinsgelände fahren lassen. Besonders gefragt war die Fahrt mit der Shay, einer in Nordamerika zum Holztransport eingesetzten Lok. „Die hat Kraft ohne Ende“, schwärmt Schmitt von dem Nachbau, der seine mit jeweils 40 Fahrgästen besetzten Wagen unermüdlich im Kreis herumzog. Ein Kraftakt war für den 106 Mitglieder zählende Verein auch wieder die Vorbereitung des Spektakels. „Einige von uns haben sich eine Woche Urlaub genommen, um die Veranstaltung auf die Beine zu stellen“, sagte Schmitt. Aber die Leidensfähigkeit gehört offenbar zum Dampfbahner wie der Kessel zur Lok. „Für unser Hobby braucht es einen langen Atem, das nötige Kleingeld und eine gut ausgestattete Werkstatt.“

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