Aufgeschreckte Rehe auf der Flucht können die Weidezäune in der Panik übersehen. Foto: Rumpenhorst

Rehe, aber auch junge Wildschweine, Hasen und Hunde haben meist keine Überlebenschance, wenn sie sich in den aus Netzen bestehenden Schafweidezäunen verfangen. Der Oberschwandorfer Ortsvorsteher, Naturfreund und Jäger, Bruno Bessey, kennt diese Situation auf der Haiterbacher Gemarkung nur zu gut.

Haiterbach-Oberschwandorf - Die Weidezäune verbleiben auch nach dem Abweiden des Grüns auf den Wiesen, manchmal während der Sommerperiode bis zum nächsten Weidedurchgang, aber auch oft ganzjährig. Das muss nicht sein, appelliert der Ortsvorsteher an die Schäfer, die rund um Haiterbach für ein ordentliches Abweiden der Grünflächen sorgen.

Tiere kämpfen bis zur Erschöpfung

Kein Verständnis hat Bessey dafür, dass die Schafweidezäune anschließend nicht entfernt werden. Er weiß nur zu gut, dass sich darin aufgeschreckte Rehe auf der Flucht verfangen. Sie erkennen die Netze nicht, insbesondere dann, wenn sie direkt am Waldrand aufgebaut sind. Die Tiere kämpfen dann bis zur Erschöpfung, um sich zu befreien und erleiden in Folge einen qualvollen Tod. Auch Befreiungsaktionen, bei denen der Zaun mit Messer oder Zange zerschnitten wird, um dem Tier zu helfen, kann trotzdem zum Verenden des nicht an Menschen gewöhnten Tieres führen.

Da die Schafhaltung in Haiterbach nicht wegzudenken ist, richtet sich Bruno Besseys dringender Appell deshalb an die Schäfer, in dieser Hinsicht Sorgfalt walten zu lassen, auch im Hinblick auf Lämmer, die dieses Schicksal ereilen kann oder Hunde, die sich alleine nicht befreien können. Er bittet die Schäfer, die Schafweidezäune nach der Beweidung abzubauen. Bessey wird in der kommenden Zeit ein Auge darauf haben und will mit den hauptberuflichen und hobbymäßigen Schäfern erneut ins Gespräch kommen, um Verständnis für das Wohlergehen der Tiere zu erreichen.

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