Die Weichen für die neue Daimler-Testrecke in Immendingen sind gestellt. Foto: dpa

Der Gemeinderat in Immendingen hat sich einstimmig für die weitere Planung der Daimler-Teststrecke ausgesprochen. Auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände will der Stuttgarter Autobauer rund 300 Arbeitsplätze schaffen.

Der Gemeinderat in Immendingen hat sich einstimmig für die weitere Planung der Daimler-Teststrecke ausgesprochen. Auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände will der Stuttgarter Autobauer rund 300 Arbeitsplätze schaffen.

Immendingen - Die geplante Daimler-Teststrecke in Immendingen (Kreis Tuttlingen) ist einen wichtigen Schritt vorangenommen. Der Gemeinderat hat am Dienstagabend die Baupläne genehmigt. Fast zeitgleich unterzeichnete der Autobauer den Kaufvertrag für das 450 Hektar große Militärgelände, wie Daimler am Mittwoch mitteilte. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der Konzern will auf dem Gelände ein 200 Millionen Euro teures Prüf- und Technologiezentrum bauen. Bislang waren dort fast 1000 Soldaten stationiert, doch der Standort wird im Zuge der Bundeswehr-Reform geschlossen.

Nachdem sich der Gemeinderat von Immendingen einstimmig hinter die Pläne gestellt hatte, muss nun das Landratsamt prüfen, ob alle immissionsschutzrechtlichen Vorgaben eingehalten werden. Wenn alles gutlaufe, könnten schon im kommenden Herbst die ersten Arbeiten beginnen, sagte ein Daimler-Sprecher.

Von 2017 an will der Autobauer dann in Immendingen vor allem Fahrerassistenzsysteme weiterentwickeln und an Techniken für autonomes Fahren arbeiten. In dem Technologiezentrum selbst sollen 300 Arbeitsplätze entstehen. Doch Bürgermeister Markus Hugger hofft, dass die Gemeinde damit noch weitere Unternehmen anlockt. „Wir wandeln uns dadurch zu einem Technologiezentrum für die Autoindustrie“, sagte er.

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