Daft Punk 2013 bei den MTV Video Music Awards in Brooklyn New York. Foto: imago images/ZUMA Wire/imago stock&people

Fast 30 Jahre lang hat das französische DJ-Duo Daft Punk der Popmusik seinen Stempel aufgedrückt. Nun trennen sich Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter.

Stuttgart - Als 2013 das Daft Punk-Album „Random Access Memories“ erschien, hätte niemand gedacht, dass es das letzte des französischen House-Duos sein würde. Darauf war der Welthit „Get Lucky“, Millionenfach verkauft und mit zwei Grammys prämiert. Nile Rodgers und Pharrell Williams waren als Gaststars zu hören, Williams steuerte auch den Gesang zur Nachfolge-Single „Lose Yourself to Dance“ bei.

1993 begannen Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo, House-Sound französischer Prägung zu produzieren. 1997 erschien ihr Debütalbum „Homework“, die Hits „Around the World“ und „Da Funk“ schallte über die Tanzflächen. Und die Textzeile „Around the World“ war bereits mit dem Autotune-Effekt modelliert, der heute ganze Alben dominiert – ein Jahr, bevor Cher ihn mit ihrem Hit „Believe“ weltbekannt machte.

Eigener Sound, eigener Look

Zum zweiten Album „Discovery“ kreierten die beiden DJs und Musikproduzenten ihren eigenen Look mit schillernden Roboter-Helmen. Seither ist es ihnen gelungen, ihre Gesichter aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. „One more Time“ wurde im Jahr 2000 zum Welthit, 2010 sorgten Daft Punk mit dem Soundtrack zum Zukunfts-Thriller „Tron: Legacy“ für Aufsehen.

In einem letzten Video namens „Epilogue“, das am Montag Online gegangen ist, verkünden sie nun ihre Trennung, ohne einen Grund dafür zu nennen. Zunächst gehen sie nebeneinander über einen Strand, dann hintereinander, dann bleibt einer stehen. Schließlich wird es richtig dramatisch mit wehmütigem Ausklang.

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