Diese Pläne machen Lust auf das neue Zentralbad für VS: Die Architekten präsentieren die ersten Entwürfe mit großem Sportbereich, Saunalandschaft und Dachterrasse.
Nur einen Tag nach dem OK des Gemeinderats für das neue Großprojekt der Doppelstadt haben die Bäder VS mit Geschäftsführer Gregor Gülpen und Oberbürgermeister Jürgen Roth den symbolischen Startschuss für das VS-Zentralbad vollzogen – inklusive einer „Mannschaftsvorstellung“.
Im Villinger Hallenbad (Baujahr 1965), dessen Zustand der ausschlaggebende Grund für einen Neubau war, kamen die insgesamt sieben Planer der unterschiedlichen Gewerke für den 55-Millionen-Euro-Bau zusammen. Federführend erhielt die Bietergemeinschaft RKW Architektur+ (Düsseldorf) und VenhoevenVS (Amsterdam) den Zuschlag – aber zwei Lokalmatadoren mischen ebenfalls beim Entwurf für das neue Bad mit, einige davon mit teils jahrzehntelanger Erfahrung im Schwimmbadbau.
Klar wurde: Die vorgestellten Entwürfe sind lediglich ein erster Aufschlag. In den kommenden 15 Monaten erfolgt in intensiver Zusammenarbeit die Ausarbeitung der Pläne in drei Leistungsstufen mit Planungskosten von 1,7 Millionen Euro. Und so gehen die Architekten und Verantwortlichen nun vor: In der ersten Leistungsphase soll bis Ende Januar 2026 die Analyse der Rahmenbedingungen erfolgt sein, um das Projektziel klar definiert zu haben.
Anschließend geht es an die Vorentwurfsplanung mit der weiteren Analyse von Varianten. Das Ziel ist ein Planungskonzept mit einer ersten Kostenschätzung, die bis August 2026 vorliegen soll. „Danach kommt es noch einmal in den Gemeinderat“, erklärt BVS-Geschäftsführer Gregor Gülpen. In der dritten Leistungsphase geht es um die Vertiefung, wie Architekt Jens Thormeyer erklärt. Hierbei sollen für den durchgearbeiteten Entwurf die wesentlichen Punkte ausgeräumt werden. „Dabei werden die Kosten sichergestellt“, so Thormeyer.
Bad soll bis zum Jahr 2030 stehen
Mit diesem Entwurf, der im ersten Quartal 2027 vorliegen und abermals vom Gemeinderat abgesegnet werden soll, geht es schließlich für eine Baugenehmigung zu den Behörden. Fertigstellung und Eröffnung sind für 2030 geplant.
Worauf darf sich die Doppelstadt dann freuen? Die prognostizierten rund 340 000 Besucher im Jahr erwartet ein außergewöhnlicher Holzbau mit Satteldächern und Lichtbändern, die viel Tageslicht in das Bad bringen sollen – ein echter Hingucker also. „Das wird ein Bad, das Sie so nicht an jeder Stelle finden“, betont Architekt Jens Thormeyer.
Sport- und Freizeitbereich sind getrennt
Das Foyer soll großzügig gestaltet sein mit Blickbeziehungen zu allen Becken. Angegliedert ist hier darüber hinaus der Küchen- und Gastrobereich: Der zentrale Gastropunkt soll sowohl das Foyer als auch den Sauna- und Freizeitbereich bedienen.
Konzipiert ist das Bad mit einem getrennten Sport- (mit Zuschauertribüne) und Freizeitbereich – ausgestattet mit 50-Meter-Sportbecken, 25-Meter-Becken, einem Mehrzweck- sowie einem Lehrschwimmbecken. Der Familienbereich ist mit Erlebnisbecken, Rutsche sowie Saunabereich angedacht. „Das Sportbecken kann autark betrieben werden“, macht Thormeyer deutlich. Das ermöglicht einen gemeinsamen, störungsfreien Betrieb – eine Verknüpfung ist dennoch möglich.
Zum Ausruhen und Saunieren auf das Dach
Auch mit Außenbereichen soll das Zentralbad locken. Sonnenbereiche und eine mögliche zusätzliche Liegewiese dienen der Entspannung. Die Saunalandschaft könnte dabei ebenso auf Außenbereiche erweitert werden.
Bis zu fünf zusätzliche Saunen – teilweise als Pavillons im Garten oder auf der Sonnenterrasse – soll es geben. Der Patio-Garten wird dabei als zentraler Ruhebereich mit Aufenthaltsqualität gesehen. Und wer die Aussicht genießen möchte, der kann in das Obergeschoss. Dort gibt es zusätzliche Saunen sowie Ruhe- und Terrassenflächen.
Trotz der Ausstattung, die über ein rein funktionales Bad hinausgeht, betont Roth: „Es wird kein Spaßbad, sondern ein Bad, in dem man viel Spaß hat.“