Die Rauchsäule ist weithin sichtbar und führt die Helfer schnell zum Einsatzort: Fünf Feuerwehren rücken am Freitagnachmittag in die Wohnsiedlung aus.
Um 15.22 Uhr wird die Freiwillige Feuerwehr Gechingen alarmiert. Von dem betroffenen Gebäudeteil der Doppelhaushälfte, die von einer Frau bewohnt wird, “ging eine starke Rauchentwicklung aus“, heißt es am Sonntag aus der Pressestelle des Polizeipräsidiums Pforzheim auf Nachfrage unserer Redaktion. Bei dem Brand sei niemand verletzt worden.
Fünf Feuerwehren vor Ort
Auch die Feuerwehren aus Ostelsheim, Aidlingen, Calw und Althengstett mit einem Gerätewagen Atemschutz, Drehleiter und Teleskopgelenkmast werden in die Bergwaldsiedlung alarmiert. Die Feuerwehr Gechingen ist mit einem Mehrzweckfahrzeug, einem Löschgruppenfahrzeug (LF) 20/16, einem LF 10 und dem Gerätewagen Transport sowie mit 19 Einsatzkräften vor Ort.
Das Deutsche Rote Kreuz stellt am Freitagnachmittag eine Einsatzbereitschaft vor Ort her. „Zur Eigensicherung der Einsatzkräfte wurde ein Rettungswagen zur Einsatzstelle gerufen“, teilt die Gechinger Wehr auf ihrer Homepage mit.
Zusätzliches Wasser aus einem Pool
„Die Brandbekämpfung wurde mit vier Trupps im Innenangriff und zusätzlich über mehrere Rohre von außen vorgenommen“, so die Gechinger Wehr weiter. Zur Sicherung der Wasserversorgung sei aus einem Außenpool eines Nachbargebäudes ebenfalls Wasser entnommen worden, ist dort weiter zu lesen. Die Netze BW habe das Gebäude vom Strom getrennt.
Einsatz bis zum Einbruch der Dunkelheit
Nach dem Löscheinsatz wird laut Gechinger Wehr Löschwasser im Gebäude aufgenommen, defekte Ziegel vom Dach entfernt und die Dachhaut mit einer Plane verschlossen. Der Einsatz am Freitagnachmittag zieht sich für die Helfer bis zum Einbruch der Dunkelheit.
Teleskopgelenkmast einmal mehr bewährt
Der Gemeindeverwaltungsverband Althengstett stellt an diesem Nachmittag die technische Einsatzleitung zusammen. Diese hat sich ebenso bewährt wie einmal mehr der Teleskopgelenkmast der Althengstetter Kameraden. Erneut zeigt sich, dass eine gute Ausrüstung für die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr das A und O ist. Der TM 32 kann mit Korb auf eine maximale Länge von 32 Metern ausgefahren werden und hat bereits beim Großbrand in einer Simmozheimer Schreinerei im April 2023 und einem Feuer in der Silberdistel in Monakam Anfang Mai wertvolle Dienste geleistet.
Zweiter Rettungsweg
An dem Mast des beeindruckenden, 18 Tonnen schweren Kolosses ist eine dauerhafte Leitung installiert – ein Verlegen der Schläuche im Einsatzfall entfällt also. Außerdem können bewegungseingeschränkte Menschen über den mit bis zu 500 Kilogramm belastbaren Korb einfacher gerettet werden. Das Absteigen über die Leiter entfällt, auch wenn am Teleskopmast für den Notfall eine Leiter angebracht ist. Der TM 32 ist also neben dem über das Gebäude selbst ein zweiter Rettungsweg.
Über die Ursache für den Brand in der Doppelhaushälfte kann am Samstag zunächst nur spekuliert werden. „Vermutlich war es ein technischer Defekt“, heißt es vonseiten der Pressestelle im Pforzheimer Polizeipräsidium dann an Sonntagvormittag nach den ersten Ermittlungen. Den Sachschaden beziffert die Polizei mit rund 200 000 Euro.