Das Haus in der Loßburger Brunnenstraße einen Tag nach dem Brand – die Zerstörung ist deutlich zu sehen. Foto: Niklas Ortmann

Mehr als 80 Einsatzkräfte waren beim Brand in Loßburg bis in die späten Abendstunden vor Ort. Bürgermeister Enderle lobt die Einsatzkräfte und die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung.

Nach dem schweren Brand eines Wohnhauses in der Loßburger Brunnenstraße ist die Betroffenheit in der Gemeinde groß. Wie es dem bei dem Feuer verletzten Hausbewohner derzeit geht, konnte die Polizei am Freitag nicht mitteilen.

 

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Pforzheim war am Mittwochnachmittag gegen 16 Uhr ein Brand im Dachstuhl des Wohnhauses entdeckt worden. Trotz umgehend eingeleiteter Löscharbeiten breitete sich das Feuer auf das gesamte Gebäude aus und griff auch auf eine angrenzende Haushälfte über.

Großeinsatz der Feuerwehr

Vorsorglich wurden benachbarte Häuser kontrolliert geräumt. Ein Bewohner des brennenden Hauses zog sich Brandverletzungen zu und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Für die Dauer der Löscharbeiten musste der Brunnenweg gesperrt werden.

Die Feuerwehr war mit über 80 Einsatzkräften und mehreren Fahrzeugen vor Ort. Gegen 23.30 Uhr konnten die Nachlöscharbeiten abgeschlossen werden. Der entstandene Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Bereich. Die Brandursache ist weiterhin Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Bürgermeister: Gebäude nicht mehr bewohnbar

Bürgermeister Christoph Enderle bestätigte, dass das betroffene Gebäude nicht mehr bewohnbar ist. Es handle sich nicht um ein Doppelhaus, sondern um ein Haus mit zwei Wohneinheiten. Nach Einschätzung der Gemeinde seien vier Personen von dem Brand betroffen.

Hinter der Absperrung sieht man eine Spur der Zerstörung, die die Flammen hinterlassen haben. Foto: Niklas Ortmann

Weitere Angaben zum Gesundheitszustand des verletzten Bewohners könne und dürfe die Gemeinde nicht machen.

Gemeinde organisiert Unterstützung

Die Gemeinde habe jedoch unmittelbar reagiert und nach ihren Möglichkeiten Unterkünfte für die Betroffenen gesucht und angeboten, erklärte Enderle. „Dafür sind wir ja auch da“, so der Bürgermeister. Ob und in welchem Umfang in Zukunft weitere Unterbringungsmöglichkeiten benötigt werden, lasse sich derzeit noch nicht abschätzen.

Große Hilfsbereitschaft im Ort

Auch zum Einsatz der Feuerwehr äußerte sich Enderle. Die Loßburger Einsatzkräfte hätten gemeinsam mit den unterstützenden Wehren, unter anderem aus Alpirsbach, Schlimmeres verhindert. Durch das schnelle Eingreifen habe ein Übergreifen der Flammen auf weitere private und kommunale Gebäude in der engen Bebauung vermieden werden können.

Ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude konnte verhindert werden. Foto: Niklas Ortmann

Zudem habe es große Unterstützung aus der Bevölkerung gegeben: Anwohner halfen mit Verpflegung, stellten Räume zur Verfügung oder nahmen die betroffenen Familien vorübergehend bei sich auf.