Woran erkennt man, dass in Schramberg bald Da-Bach-na-Fahrt ist? An vielen orange angezogenen Personen im Bach, die mithelfen, das nasse Spektakel vorzubereiten.
Es nieselt leicht. Zum Glück ist es nicht ganz so kalt, als die Mitarbeiter des Schramberger Bauhofs in den Kirchenbach steigen.
Ausgerüstet mit entsprechenden Stiefeln und Handschuhen ist die „Mission“ klar. Um das Material in den Bach zu bringen, steht ein Autokran an einem Bauhof-Lastwagen bereit.
An diesem regnerischen Morgen gilt es für die sechs Beteiligten Sperre und Rutsche am Rossgumpen ins kalte Wasser zu bringen.
Nachdem zunächst die Grundbalken verankert sind, geht es darum, das Wasser mit zwei Brettern rechts und links der späteren Fahrrinne stärker anzustauen, damit genügend Nass über die Rutsche fließt, um den Zuschauern auf den Tribünen rechts und links des Rossgumpens ein besonders interessantes Bach-Spektakel zu bieten.
Denn die Rutsche ist eine der Hauptschikanen der Schramberger Da-Bach-na-Fahrt – gewiefte und erfahrene Zuberkapitäne wissen diese bei egal welchem Wasserstand mit Bravour zu meistern. Aber eben nicht jeder kommt „furz-trocken“ über dieses Hindernis.
Wenn dann alles sitzt und passt – und auch von der Höhe her stimmt – schwebt dann die hölzerne Rutsche per Kran ein, die eigentlich nur noch in die aufgebaute Konstruktion eingehängt werden muss.
Doch zuvor muss eben alles noch genau ausgerichtet sein. Und da muss dann teilweise mehrfach der mit kaltem Wasser vollgelaufene Handschuh ausgeleert und neu angezogen werden, bevor es mit der Arbeit weitergehen kann.
Sitzt die Rutsche, dann ist es zum Schluss noch ein Metallrost, der auf der bachaufwärts liegenden Seite der Sperre eingehängt wird.
Dieser ist erforderlich, dass die Zuber nicht so tief liegen, dass die gegen den Grundbalken fahren und dann überhaupt nicht über die Rutsche kommen können.
Aber die Männer vom Bauhof wissen ja, worauf es ankommt und so steht einer super Bach-na-Fahrt sicher nichts mehr im Wege. So wurde auch an die Zuschauer gedacht und Gestrüpp und vor allem auch die vom Vorjahr hochgewachsenen Reste von Neophyten an den Rändern des Baches beseitigt.