Vor allem bei der Ausfahrt des Culinara-Parkplatzes geht es holprig zu – während der Versuch, das Ganze reparieren zu lassen, für die Marktinhaber zur Geduldsprobe wird. Foto: Daniela Schneider

Seit Anfang 2024 wird nach einer Lösung für die beschädigte Ausfahrt des Schwenninger Einkaufsmarkts gesucht. Das Problem: Es fand sich lange keine Baufirma.

Ein Freitagnachmittag, im Edeka-Markt Culinara in Schwenningen ist viel los. Zahlreiche Kundinnen und Kunden erledigen hier gerade noch ihre Wochenendeinkäufe.

 

Demzufolge ist auch der Parkplatz vor dem Einkaufsmarkt prall gefüllt, es herrscht reger Betrieb, etliche Fahrzeuge kurven hier auf der Suche nach einem Stellplatz herum und nach dem erledigten Einkauf machen sie sich dann daran, vom Parkplatz aus wieder hinaus auf die Spittelstraße zu fahren.

Dabei ergibt sich allerdings seit Längerem ein Problem: Während Autofahrer die Einfahrt noch gut meistern können, ist der Belag der Ausfahrt holprig, es hat sich im Laufe der Zeit eine wellige Furche gebildet. Der Asphalt ist unter der jahrelangen Belastung irgendwann in Bewegung geraten und manche der Kundinnen und Kunden befürchten nun, hier mit ihrem Fahrzeug aufzusitzen. Viele tasten sich vorsichtig und langsam den Buckel hinunter voran, von wo aus sie sich dann in den Verkehr auf der vorbeiführenden Straße einfädeln – und so staut es sich hier mitunter, so wie zum Beispiel an diesem beschriebenen Freitagnachmittag.

Keine Baufirma zu haben

Auch für Culinara-Inhaberin Sabine Steinbrunner ist dieser Zustand alles andere als positiv, wie sie im Gespräch mit der Redaktion deutlich macht. Längst sei man dran, die Ausfahrt sanieren zu lassen – das Problem ist allerdings eines, das auch viele Privatleute kennen: Für eine vergleichsweise überschaubare Maßnahme ist es extrem schwierig, eine Baufirma zu finden, die sich darum kümmert.

Die erste Anfrage an Tiefbauunternehmen hat sie dafür Anfang 2024 rausgeschickt. Bis auf ein Angebot mit einem utopischen Preisrahmen bekam sie daraufhin erstmal gar keine Reaktion. Über eineinhalb Jahre später dann gelang es endlich einmal, eine Firma zu finden, die sich der Sache annehmen will.

Nur die eine Ein- und Ausfahrt

Hinzu kommt: Die Ein- und Ausfahrt ist die einzige. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht, auf den Parkplatz und vor dort wieder weg zu kommen. Sowohl der Anliefer-, als auch der Kundenverkehr laufen hier drüber. „Wenn die Lkw dort runterfahren und bremsen, ist da ein entsprechendes Gewicht drauf“, beschreibt Sabine Steinbrunner das Problem. Dass nach den 25 Jahren, in denen der Bereich so genutzt wird, auch einmal Abnutzungserscheinungen auftreten, versteht sich ja von selbst.

Für die Sanierungsmaßnahme bedeutet das allerdings, dass diese im laufenden Betrieb dadurch nicht einfacher wird. Eine Notbehelfseinfahrt muss eingerichtet werden, und dies gilt es auch mit den zuständigen Behörden abzustimmen, ebenso wie mit den Lieferanten.

Neuer Starttermin steht fest

Eigentlich sollte es mit der Maßnahme nun am 1. September losgehen. Dann musste das Ganze aber aus diversen Gründen nochmals verschoben werden: Erst war es erneut terminlich schwierig, dann musste zum Beispiel auch noch berücksichtig werden, dass Asphalt gar nicht an allen Wochentagen lieferbar ist. Nun rückt der Termin, an dem es losgehen soll, aber doch näher: „Es kommt endlich Bewegung rein“, sagt Sabine Steinbrunner, angepeilt sei jetzt als Start für die Sanierungsmaßnahme der 6. Oktober.

Ihre Hoffnung: Dass die Maßnahme möglichst rasch abgeschlossen werden kann, wobei allerdings auch noch die Witterung mitspielen muss.Im Hinblick auf die Kundschaft ist man natürlich darauf bedacht, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Wenn es alles gut läuft, soll nach fünf Tagen alles wieder normal nutzbar sein. Für die Dauer der Arbeiten, die, wird es einen Baustellenrabatt geben – und danach dann hoffentlich wieder freie Fahrt.