Einen neuen Teilnehmerrekord gab es beim Cross im Park in Klosterreichenbach. Foto: Stefan Hauser

Die neunte Auflage des Cyclo-Cross-Rennens „Cross im Park“ bot mit mehr als 200 Voranmeldungen neben einem neuen Teilnehmerrekord.

Das Cross im Park hielt, was sie versprach. Dies lag auch am starken Auftritt der Lokalmatadoren. Den Auftakt aus regionaler Sicht machte das Hobbyrennen. Hier kam der ehemalige Radsportler Gerd Braun aus Freudenstadt als Elfter ein.

 

Danach startete eines der ersten Hauptrennen des Tages mit dem international besetzen Rennen der Masters 3. Hier feierte der Baiersbronner David van Loo seine Premiere bei seinem ersten Wettkampf als Lizenzfahrer für den TV Baiersbronn. Mit dem Ausgang des Rennens hatte van Loo allerdings nichts zu tun. Vorne war es der Pole Dariusz Woznak, der dem Rennen seinen Stempel aufdrückte, und die stärker eingeschätzten Joachim Hagl (RSV Stuttgart-Vaihingen 1901), Stefan Knopf (Gunsha-KMC-CX Gravel Team) und des Franzosen Philippe Petithory auf Rang zwei bis vier verwies. Van Loo kam auf einen guten 17. Rang.

Doppelsieg bei der Damen-Elite

Im Rennen der Damen-Elite zogen die beiden Fahrerinnen vom Team Recon, Hannah Charlotte Frickenhelm und Diana Steffenhagen, von Anfang an vorneweg und fuhren einen ungefährdeten Doppelsieg für das Radsportteam aus dem hessischen Grünstadt heraus.

Der Höhepunkt aus Baiersbronner Sicht folgte dann mit dem Rennen der Masters 2 und der Junioren U19. Hier standen mit Cheforganisator Marcus Bangert und dem zweiten Lizenzneuling vom TV Baiersbronn, Christian Lenk, gleich zwei Lokalmatadoren an der Startlinie der Masters 2. Bei der U19, die ebenfalls in diesem Rennen mitfuhr, ging der Freudenstädter Mountainbike-Spezialist Fabian Braun an den Start. Bangert, der zuletzt an einer Erkältung laborierte, erwischte den besten Start und bog als Erster, vor den favorisierten Heiko Riedesel (VC Frankfurt 1883) und Carsten Buchberger (RC 1900 Bierstadt) auf den Rennparcours ein. Allerdings hing Buchberger direkt an dessen Hinterrad, sodass es schnell einen Führungswechsel gab. Lenk hingegen hatte als Rookie einen vorsichtigen Start hingelegt und sich, den Rangeleien im Feld ausweichend, ganz am Ende des Feldes einsortiert.

Gegner wartet nach Kettenabwurf

Vorne aber machte das Favoritentrio mächtig Dampf. Allerdings war ab Rennhälfte klar, dass gegen Riedesser an diesem Tag kein Kraut gewachsen ist. Es ging also um Platz zwei für den Baiersbronner im eigenen Rennen. Der taktierte bis zur letzten Runde und zog mit einem energischen Antritt bergab einige Meter davon. Mit einer Lücke schien die Sache klar für Bangert, doch ein Kettenabwurf machte die kleine Lücke wieder zunichte, und schon war Carsten Buchberger vorbeigezogen. Der allerdings wollte aus dem technischen Defekt keinen Profit schlagen und nahm den Gang etwas heraus, sodass Bangert nachdem die Kette wieder aufgelegt war, doch noch in den Kampf um Platz zwei eingreifen konnte. Den sicherte sich Bangert im Sprint vor heimischer Kulisse und war darüber mehr als glücklich. Dahinter hatte Lenk sich unterdessen auf Rang zehn vorgearbeitet, den er auch verteidigte. U19-Fahrer Fabian Braun zeigte als Fünfter des Juniorenrennens ebenfalls einen starken Auftritt.

Trainingsrückstand macht sich bemerkbar

Im abschließenden Eliterennen der Männer stand der Murgtaler Benjamin Merkel im Fokus, der nach sechsmonatiger Thrombose-Pause in Klosterreichenbach sein Cross-Combeback gab. Merkel war allerdings der Trainingsrückstand anzumerken, sodass er nicht über Rang 13 hinauskam. Vorne war es Topfavorit Sascha Starker von der SSG Bensheim, der den Mountainbike-Profi Luis Neff in Schach halten konnte und den Sieg nach Hause fuhr.

Cheforganisator Bangert zeigte sich im Nachgang mit seiner Veranstaltung mehr als zufrieden. Vor allem lobte er die vielen ehrenamtlichen Helfer, die bei Wind und Wetter den von allen Teilnehmern hochgelobten Kurs vorbereitet und absteckt hatten. Er bedankte sich beim Ortsbeiratsvorsitzenden Karlheinz Nestle und seinem Team aus Klosterreichenbach für die massive Unterstützung, die das Event überhaupt erst möglich machen. Nestle zeigte sich ich als Ortsvorsteher und somit auch Gastgeber des Events ebenfalls über das durchweg positive Feedback erfreut. Baiersbronns neue Tourismusdirektorin Christina Palma Diaz machte sich vom Event vor Ort ein Bild.

Alles in allem wieder ein tolles Radsportevent, dass leider in diesem Jahr keine Fortsetzung im Friedrichstal findet, denn das geplante Bundesliga-Rennen im Dezember musste im Zuge der Absage des Kehler Bundesligarennens ebenso gestrichen werden.