Geflüchtete sind wegen ihrer Lebenssituation besonders vom Coronavirus gefährdet. (Symbolbild) Foto: dpa/Michael Kappeler

Mobile Ärzte-Teams starten in 80 Berliner Flüchtlingsunterkünften mit den Corona-Schutzimpfungen. Jugendliche zwischen 16 und 17 Jahren werden zu einem gesonderten Termin geimpft.

Berlin - In 80 Berliner Flüchtlingsunterkünften starten in dieser Woche die Corona-Schutzimpfungen. Dazu werden mobile Ärzte-Teams die Heime anfahren und allen volljährigen Bewohnerinnen und Bewohnern ein Impfangebot machen, wie die Senatsintegrationsverwaltung am Montag in Berlin mitteilte. Jugendliche zwischen 16 Jahren und 17 Jahren würden zu einem gesonderten Termin geimpft.

Bereits am vergangenen Freitag haben demnach mobile Teams die ersten Impfungen mit dem Vakzin des Herstellers Johnson & Johnson in drei ausgewählten Unterkünften durchgeführt. Für eine Immunisierung muss dieser Impfstoff nur einmal gespritzt werden.

Geflüchtete Menschen besonders gefährdet

„Geflüchtete Menschen in Gemeinschaftsunterkünften gehören aufgrund ihrer Lebenssituation zu den besonders gefährdeten Gruppen und haben deshalb laut der Bewertung der Ständigen Impfkommission eine hohe Priorität“, sagte Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke). Sie hoffe, dass sich viele Menschen für eine Impfung entscheiden. „Doch auch geflüchtete Menschen haben Bedenken, so wie in allen Teilen der Bevölkerung“, so Breitenbach. Mit mehrsprachigen Informationen solle eine mögliche Impfskepsis verringert und Fehlinformationen richtiggestellt werden.

Die Impfkampagne wird den Angaben zufolge mit Informationsvideos in 15 Sprachen und weiteren Informationen begleitet. Ärztinnen und Ärzte der Charité sowie Mitarbeitende des Familienplanungszentrums Balance und des Runden Tisches Geflüchtete Frauen sollen überdies vor allem Frauen und Mütter in den Unterkünften über den Impfstoff aufklären.

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