Die Corona-Notbremse greift fast überall. Wer über die Feiertage Unternehmungen plant, ist auf Wander- oder Radtouren an der frischen Luft angewiesen. Denn die meisten Einrichtungen haben geschlossen – aber nicht alle. Wir geben einen Überblick.
Stuttgart - Im Odenwälder Freilandmuseum blickt man mit bangem Blick auf die Sieben-Tages-Inzidenzen im Neckar-Odenwald-Kreis. Die liegen aktuell bei 88, das Museum hat deshalb geöffnet – jedenfalls noch (Stand Dienstagnachmittag). Denn auch im Odenwald steigen die Fallzahlen wieder. Übersteigt die Inzidenz an drei Tagen hintereinander die 100er-Marke, muss das Museum in Walldürn ebenso schließen wie die anderen Museen und Freiluftanlagen in Baden-Württemberg auch.
Bis dahin sind Besuche in dem Museum, welches das Leben im Odenwald und Bauland in den vergangenen Jahren in originalen Tagelöhnerhäuschen, Gasthöfen, Bauernhäusern oder Ziegeleien darstellt, möglich, allerdings nur unter einer Voranmeldung auf dieser Homepage des Museums.
Lesen Sie hier: Neues Testzentrum in Stuttgart – für den Coronatest auf den Schlossplatz
Die Höhlen auf der Schwäbischen Alb bleiben zu
Die Höhlen auf der Schwäbischen Alb, für die eigentlich am 1. April die Besuchersaison beginnt, bleiben hingegen ebenso gesperrt wie die Fossilienfundstellen im Geopark Schwäbische Alb in Dotternhausen, Nusplingen, Holzmaden, Bad Boll und Ohmden.
Die Fossiliensuche per Hammer und Meißer im Schiefergestein ist wegen Corona nicht erlaubt. Auch die Hochseil- und Klettergärten sind gesperrt. Im Nationalpark Schwarzwald sind die meisten Wander- und Lehrpfade ebenso dicht.
Daran ist Corona ausnahmsweise nicht schuld
Daran ist aber ausnahmsweise nicht das Coronavirus Schuld. Der Nationalpark ist gerade erst aus dem Winterschlaf erwacht, die Wege müssen noch aufgeräumt werden und werden sukzessive frei gegeben. Welche aktuell frei sind, kann man auf dieser Homepage des Nationalparks nachschauen.
Im vergangenen Jahr indes war dort zeitweise der Andrang so groß, dass auf dem beliebtesten Lehrpfad, dem Lotharweg, eine Einbahnstraßenregelung eingeführt werden musste, um die Besucherströme zu lenken.
Die Sorge vor Gästescharen plagt auch andere Anbieter von attraktiven Wald- und Lehrpfaden: Anders als in Vor-Coronazeiten Zeiten legen sie im Moment überhaupt gar keinen gesteigerten Wert darauf, mit ihren Angeboten in den Medien zu erscheinen – aus Angst, dass der Andrang und damit das Infektionsrisiko zu groß wird.