Vom Marktplatz ging es in Richtung Backsteinbau. Foto: Kopf

Auch in Sulz ist die "Spaziergängerbewegung" in vollem Gange. Am Montag trafen sich zum vierten Mal Menschen am Sulzer Marktplatz, um anschließend – teilweise mit Fackeln, Kerzen und Trillerpfeifen ausgestattet – gemeinsam durch die Stadt zu ziehen. Erstmals war dies Mitte Dezember der Fall gewesen.

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Sulz - Nach Angaben der Stadt lag die Teilnehmerzahl bei den nicht legalen Versammlungen bisher zwischen 20 und 200 Personen. Die Demonstrationen waren allesamt nicht ordnungsgemäß angemeldet. Doch was sagt Bürgermeister Gerd Hieber zu den Montagsspaziergängen, die es in größerem Ausmaß im Kreis beispielsweise in Rottweil gibt?

Corona-Verordnung eingehalten

"Die Stadt Sulz stimmt sich kontinuierlich mit den übergeordneten Behörden und der Polizei ab, um die Lage zu beurteilen und angemessen vorzugehen. Bisher haben die Ordnungskräfte unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit keine Veranlassung gesehen, polizeilich einzugreifen. Die Versammlungen liefen friedlich, geordnet, unter weitgehender Einhaltung der Corona-Verordnung und ohne Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz sowie ohne besondere Vorkommnisse ab. Eine Gefahr für die öffentliche Ordnung ging von den Veranstaltungen in Sulz nicht aus", so Hieber auf Nachfrage unserer Redaktion.

Aufgrund dieser Tatsachen sieht die Stadtverwaltung nach Auskunft von Hieber auch noch von einer Allgemeinverfügung ab. "Die Stadtverwaltung konzentriert derzeit ihre Kräfte voll und ganz auf die Bewältigung der Pandemie, wie zum Beispiel auf die Einhaltung der Quarantäne-Vorgaben von Reiserückkehrern aus den Winterferien." Die Einschätzung zur Allgemeinverfügung werde allerdings fortwährend in Abstimmung mit der Polizei geprüft.

Hieber ruft zum Impfen auf

Hieber richtet auch nochmals deutliche Worte an die Bevölkerung: "Ich weise erneut darauf hin, dass die Stadtverwaltung und die überwiegende Mehrheit der Bürgerschaft nun seit bald zwei Jahren sehr diszipliniert und engagiert an der Bewältigung der Pandemie arbeiten und mitziehen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Maßnahmen und Beschränkungen, wie wir sie derzeit erleben, unumgänglich."

Hier weist er auch nochmals auf den Impfstützpunkt im Backsteinbau hin, bei dem die Resonanz zuletzt eher nach unten gegangen sei. "Eine große Hilfe auf dem Weg ist es, wenn sich möglichst viele Menschen impfen lassen, um damit sich und andere zu schützen. Deshalb rufe ich alle Bürgerinnen und Bürger, sich nach Möglichkeit im Impfstützpunkt Sulz in den Räumen der Stadthalle im Backsteinbau in der Bahnhofstraße impfen zu lassen."