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Corona-Pandemie Ordnungsamt kontrolliert Sperrzeit in Rottweil

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Das letzte Bier muss jetzt schon um 23 Uhr getrunken sein. Foto: ANGHI – stockadobe.com

Rottweil - Kaum war die neue Sperrzeiten-Regelung in der Gastronomie gültig, wurde sie in Rottweil auch schon kontrolliert: Das Ordnungsamt der Stadt hat am Wochenende knapp 20 Gastronomiebetrieben auf den Zahn gefühlt. Das Ergebnis: Die Rottweiler Gastronomen handeln vorbildlich.

Der Landkreis Rottweil hatte am Freitag aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen eine Allgemeinverfügung erlassen. Damit beginnt die neu festgesetzte Sperrzeit bereits um 23 Uhr, was erstmalig in der vergangenen Samstagnacht gültig war. Das Rottweiler Ordnungsamt hat daraufhin knapp 20 Kontrollen vor Ort durchgeführt, teilt die Stadt am Dienstag mit. "Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend", so das Resümee. Die überprüften Lokale hätten sich alle an die neue Sperrzeiten-Regel gehalten.

Allgemeinverfügung gilt bis zum 8. November

Auch wenn vereinzelt noch Licht nach 23 Uhr in den Lokalen gebrannt habe, so hätte sich bei näherer Betrachtung nur noch das Bewirtungspersonal in den Gasträumen aufgehalten, meist um aufzuräumen oder um noch andere interne Arbeiten abzuschließen, informiert die Stadt. Dies betone man inbesondere deshalb, so Fachbereichsleiter Bernd Pfaff auf Nachfrage, weil es durchaus bereits Hinweise aus der Bevölkerung gegeben habe, dass da irgendwo "noch Licht brennt". Dies müsse also nicht immer sofort einen Verstoß gegen die Sperrzeit bedeuten.

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Von Seiten des Ordnungsamtes danke man den Gastronomiebetrieben ausdrücklich für ihr umsichtiges und richtiges Handeln. Und ebenso auch den Gästen, die sich, so vermutet die Stadtverwaltung, auch erst noch an diese neue und frühere Sperrzeiten-Regelung gewöhnen müssen.

Die Allgemeinverfügung zur Sperrzeit gilt vorerst bis zum 8. November. Derzeit sieht es angesichts der aktuellen Entwicklung allerdings danach aus, dass die Regelung in die Verlängerung geht.

Attest wird vorgezeigt

Neu ist außerdem die Maßgabe, dass auch auf dem Wochenmarkt eine Maske getragen werden muss, weil der Mindestabstand nicht gewährleistet werden kann. Auch hier habe man – wie angekündigt – am Samstag die Einhaltung der Vorschrift kontrolliert, erklärt Bernd Pfaff. Mit dem Ergebnis sei man ebenfalls zufrieden, die Bürger hielten sich zum ganz überwiegenden Teil an die Regelung. Die Rückmeldung der Ordnungsamtsmitarbeiter hätte ergeben, dass jene, die ohne Maske unterwegs sind, oft ein entsprechendes Attest vorweisen konnten, das sie von der Pflicht entbindet.

Angesichts der nun wieder verschäften Verordnungen im Zuge der Corona-Pandemie sei die Situation im Ordnungsamt natürlich angespannt, sagt Pfaff. Dennoch könne die Lage momentan "mit Bordmitteln" bewältigt werden. "Wir kontrollieren so gut es geht", so Pfaff. Die Mitarbeiter würden auch einmal einen Blick in einen Laden werfen und insgesamt die Augen offen halten, gerade in Bezug auf die Maskenpflicht. Aber letztlich fordere die Corona-Lage "die Vernunft und die Einsicht jedes Einzelnen". Das gelte nicht zuletzt für den wichtigen privaten Bereich, wo das Ordnungsamt eben gar keine Handhabe hat.

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