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Corona-Pandemie Mehr als 40 weitere Busse im Zollernalbkreis

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Über 40 Zusatzbusse werden aktuell im Zollernalbkreis eingesetzt. (Archivbild) Foto: Maier

Zollernalbkreis - Vermehrt haben sich Eltern über überfüllte Schulbusse im Zollernalbkreis beschwert. Das Landratsamt stellt auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten nun klar, inwieweit zur Umsetzung der Corona-Verordnung weitere Busse eingesetzt werden - und welche Kriterien dafür erfüllt sein müssen.

"Überall wird von Corona gesprochen, aber in den Schulbussen sitzen alle Kinder dicht gedrängt beieinander." Sätze wie diese fanden sich in den vergangenen Wochen immer wieder in den Nachrichten und Kommentaren auf unseren Facebook-Seiten. Und auch im persönlichen Gespräch beschwerten sich einige Eltern über die "unhaltbaren Zustände in den Schulbussen".

Dabei gibt es im Rahmen der Corona-Verordnung eine klare Aussage der Landesregierung, ab wann ein Bus "überfüllt" ist: Das Landratsamt bekommt Fördergelder des Landes Baden-Württemberg ab einer vollständigen Auslastung aller Sitzplätze eines Busses. Ausnahmen gelten für Niederflurbusse mit geringer Sitzplatzanzahl - hier müssen neben der Sitzplatzauslastung auch 20 Prozent der Stehplätze belegt sein.

Mit 35 Bussen ins neue Jahr gestartet

Eine Liste der zusätzlichen Verbindungen, die schwarzwaelder-bote.de vorliegt zeigt, dass insgesamt 43 Fahrten im Kreisgebiet diese Kriterien erfüllen und durch zusätzliche Busse unterstützt werden.

"Das Landratsamt hat das Thema 'Verstärkerfahrten' sehr frühzeitig und offensiv aufgegriffen. Die Busunternehmer wurden bereits vor dem Ende der Sommerferien gebeten, Strecken zu benennen, auf denen erfahrungsgemäß mit einer starken Auslastung der Schülerverkehre zu rechnen ist", heißt es von Seiten des Landratsamts. In der ersten Schulwoche sei das tatsächliche Personenaufkommen dann überprüft worden.

Ab der zweiten Schulwoche, genauer gesagt ab dem 21. September, fuhren dann die ersten 35 Zusatzfahrzeuge, acht weitere kamen bis Mitte Oktober dazu.

Raum Balingen am stärksten betroffen

Wie aus der Liste des Landratsamts hervorgeht, werden aktuell 19 Fahrten im Raum Balingen, neun Fahrten in Albstadt, sechs Fahrten in Meßstetten und vereinzelte überregionale Buslinien zwischen Sigmaringen, Balingen, Oberndorf, Haigerloch und Owingen verstärkt.

Da die Auslastung der Schulbusse aber weiterhin variiere, stehe das Verkehrsamt in engem Kontakt mit allen Verkehrsunternehmen, um etwaige weitere Notwendigkeiten von Zusatzfahrten frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus würde man "Hinweisen von Eltern, Schülern oder Lehrern auf überfüllte Busse unverzüglich nachgehen" und sich ein Bild vor Ort machen.

Ende Oktober belaufen sich die Fördergelder des Landes auf rund 30.000 Euro für die Fahrten im Zollernalbkreis. Die zusätzlichen Busse seien von den lokalen Verkehrsunternehmen zur Verfügung gestellt worden. Wegen fehlender Fernfahrten sind weitere Reisebusse verfügbar.

Welche Rechte haben Schüler?

Doch was, wenn ein Bus subjektiv betrachtet "überfüllt" ist? Immerhin erwerben im Zollernalbkreis monatlich über 8700 Schüler eine Monatskarte für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). "Falls der Bus entsprechend der vorgenannten Kriterien zu voll ist, wird das Landratsamt nach Möglichkeit einen Zusatzbus organisieren. Schüler, die den ÖPNV aufgrund gesundheitlicher Risiken überhaupt nicht nutzen können und auch keine alternative Beförderungsmöglichkeit zur Bewältigung des Schulweges haben, sollten sich mit ihrer Schule in Verbindung setzen."

Wer aber aufs Busfahren ganz verzichten möchte, muss sich dies frühzeitig überlegen: Eine nachträgliche Rückforderung der Gebühren sei nicht möglich. Jedoch könnten Schülermonatskarten gemäß der Naldo-Tarifbestimmungen für den jeweiligen nächsten Monat bis zum Ende des Vormonats zurückgegeben werden.


 

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