Die kommunale Teststation im Rathaus, die in Zusammenarbeit mit der Apotheke betrieben wird, wird weiterhin aufrechterhalten, um spätere Öffnungsszenarios zu begleiten.Foto: Fahrland Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Stadt und Gastronomen im Austausch / Tests für alle zugänglich / Bürgerbusfahrten ins KIZ

Regelmäßig gibt Bürgermeister Markus Huber eine Stellungnahme zu den neuesten Entwicklungen in Sachen Corona ab. Kürzlich teilte er mit, dass die Teststation im Rathaus in Zusammenarbeit mit der Apotheke auf jeden Fall aufrechterhalten werde, um spätere Öffnungsszenarios zu begleiten.

Dornhan. Auch wenn über Ostern noch keine Lockerungen in der Gastronomie realisierbar gewesen seien, stünden dennoch Gespräche mit dieser Branche an. Alois Schanz brachte den Modellantrag der Stadt Rottweil an das Land zur Sprache. Bei dem Projekt soll der Fokus auf der Öffnung der Gastronomiebranche liegen. Stadtrat Gerd von Podewils fragte, warum nicht das Tübinger Modell übernommen werden könne, wohl wissend, dass da Geld in die Hand genommen werden müsse, um zusätzliche Testkapazitäten zu schaffen.

Schulen haben erste Erfahrungen gesammelt

Huber teilte mit, das baden-württembergische Sozialministerium sehe derzeit keinen Raum für weitere Modellanträge, die bereits in großer Zahl dort eingegangen seien. Dornhan treffe jedoch bereits Vorbereitungen hinter den Kulissen, um schnell auf etwaige Änderungen reagieren zu können.

Die Dornhaner Schulen hätten bereits vor den Osterferien angefangen, angeleitete Selbsttests durchzuführen. Weitere Selbsttest-Lieferungen für die Zeit nach den Osterferien würden rechtzeitig eintreffen. "Damit versuchen wir, uns den Rücken freizuhalten", konstatierte Huber.

Etwa 70 Prozent der Schüler haben laut seiner Einschätzung mit Einverständnis der Eltern an den freiwilligen Tests teilgenommen. Allerdings zeichnen sich im Bereich Schulen inzwischen Änderungen ab. Ab 12. April sollen auch die Grundschulen sowie die 5. und 6. Klassen nochmals für eine Woche in den Fernunterricht zurückkehren und Präsenzklassen auf freiwilliger Basis getestet werden.

Nur wenn es das Infektionsgeschehen zulasse, sollen alle Klassenstufen aller Schularten ab dem 19. April zu einem Wechselbetrieb aus Präsenz- und Fernunterricht zurückkehren. Dann soll in Hot-Spot-Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 ein negatives Testergebnis "Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht und der Notbetreuung" sein.

Keine Residenzpflicht im Schnelltestzentrum

Auf die generelle Frage von Stadträtin Sonja Schrägle, wer sich testen lassen kann, antwortete Huber, die Bürgertests seien für alle da und pro Bürger ab 14 Jahren auf mindestens einmal wöchentlich ausgelegt. "Wir haben genügend Tests. Niemand braucht sich zurückzuhalten." Eine Residenzpflicht gebe es nicht. Man muss also nicht zwingend im Stadtgebiet Dornhan wohnen, um nach vorheriger telefonischer oder Online-Anmeldung einen Schnelltest-Termin im Rathaus wahrzunehmen.

Die Liste wird sukzessive abgearbeitet

Huber geht davon aus, dass die Schnelltests demnächst teilweise von den Selbsttests abgelöst werden könnten. Allerdings würden auch die Beschaffungsmöglichkeiten eine Rolle spielen. Laientests für den Bürger seien derzeit nur schwer zu bekommen. Das kommunale Testzentrum biete den Vorteil, dass Dornhan mit der Stadtapotheke über eine sachkundige Partnerin verfüge.

Lob gab es aus dem Gremium für die schnelle Umsetzung beim Testen und Impfen. Huber vertrat die Meinung: "In Krisensituationen kann man nicht zu bürokratisch sein, sondern muss zu leicht umsetzbaren Maßnahmen greifen, die funktionieren." Was das Impfen im Kommunalen Impfzentrum (KIZ) Rottweil angehe, habe Dornhan eine lange Warteliste von Über-80-Jährigen ans Land übergeben, die vom KIZ sukzessive abgearbeitet werde. Alois Schanz berichtete, in der Woche nach Ostern seien zehn weitere Bürgerbusfahrten durchgeführt worden. Viele seien heilfroh, sich impfen lassen zu können, auch mit dem zuletzt immer wieder umstrittenen Wirkstoff Astrazeneca.

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