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Corona-Krise in Albstadt Kindergärten bekommen die Gebühren erstattet

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Für ihren Kindergarten will die Firma Groz-Beckert keine Extra-Portion von der Stadt. (Archivbild) Foto: Kistner

Albstadt-Ebingen - Die Firma Groz-Beckert hat in einer Reaktion auf die in der jüngsten Gemeinderatssitzung geführte Debatte zum Thema Gebührenerstattung den Verzicht auf eine volle Erstattung ihrer Kindergartengebühren erklärt. Das teilt die Stadt Albstadt jetzt mit.

In der Ratssitzung am 22. Oktober hatte der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen, als freiwillige Leistung allen freien Kindergartenträgern den Gebührenausfall während der coronabedingten Kindergartenschließung im zweiten Quartal 2020 zu erstatten, und zwar zu 100 Prozent. Außer den städtischen Kindergärten gibt es in Albstadt konfessionelle Kindergärten, einen Waldorfkindergarten und Groz-Beckerts Betriebskindergarten unter dem Malesfelsen. Letzterer erhebt, anders als die anderen freien Träger, Gebühren, die vom kommunalen Satz abweichen – laut Angaben der Stadt sind sie einkommensabhängig und liegen teilweise über, teilweise unter dem Satz, den die Stadt erhebt.

Groz-Beckert habe viel für Albstadt getan

In der Sitzung hatten nun einige Gemeinderätinnen kritisch angemerkt, dass es nicht Sache der Stadt sein könne, Ausfälle von Gebühren zu erstatten, die höher seien als das, was sie selbst in Rechnung stelle. Die Stadtverwaltung hatte dagegen auf Gleichbehandlung aller Träger bestanden und in diesem Zusammenhang auf die guten Beziehungen von Kommune und Unternehmen verwiesen, die man nicht strapazieren wolle: Groz-Beckert habe viel für Albstadt getan, erklärte Oberbürgermeister Klaus Konzelmann, da seien falsche Signale unangebracht. Die Mehrheit der Gemeinderäte schloss sich dieser Auffassung an.

Dessen ungeachtet, so die Stadt Albstadt, habe sich Groz-Beckert am Montag an sie gewandt und mitgeteilt, dass die Geschäftsleitung die Bereitschaft des Gemeinderats, den Gebührenausfall in vollem Umfang zu erstatten, zwar sehr zu schätzen wisse, aber beschlossen habe, sich die Ausfallkosten nach dem kommunalen Satz erstatten zu lassen und alles, was darüber liege, selbst zu tragen. Von Groz-Beckert sei auch nie ein derartiges Anliegen an die Stadtverwaltung herangetragen worden, erklärte Bürgermeister Steve Mall. Diese bewerte den Schritt des Unternehmens als besonderes Entgegenkommen und Zeichen der Solidarität, das Zeugnis von der gegenseitigen Wertschätzung der Firma und der Stadt ablege.

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