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Corona-Krise Land lockert Vorgaben für Veranstaltungen

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Kneipen und Bars dürfen laut Winfried Kretschmann wieder ab dem 2. Juni öffnen. Foto: DGPICTURE/ Shutterstock

Region - In Baden-Württemberg sind ab dem 1. Juni wieder öffentliche Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen für weniger als 100 Menschen erlaubt.

Voraussetzung dafür ist, dass die Hygiene- und Abstandsvorgaben wegen des Coronavirus eingehalten werden. Das habe das grün-schwarze Kabinett beschlossen, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. Von der Lockerung profitierten vor allem Kinos und Theater.

Der Deutsche Bühnenverein zeigte sich zufrieden, äußerte sich aber noch vorsichtig zu möglichen Perspektiven: "Natürlich haben die meisten Häuser absolut darauf gewartet, dass dieses Zeichen kommt und die Kultur nicht vergessen wird, während die Bundesliga schon spielt", sagte Hans Peter Radolko vom baden-württembergischen Landesverband. Die Beschränkung auf weniger als 100 Besucher sei aber knapp: "Da muss man schon sehen, ob man ein Format findet und sich das dann auch trägt." Vor allem für größere Orchester werde es auch unter den Vorgaben schwierig werden.

Vorgaben für Hochzeiten und Geburtstagsfeiern werden gelockert

Zudem werden auch die Corona-Vorgaben für private Feiern wie Hochzeiten und Geburtstagsfeiern gelockert. In geschlossenen Räumen dürfen daran ab dem 1. Juni bis zu zehn Menschen teilnehmen. Im Freien sind dazu maximal 20 Menschen erlaubt. Kneipen, Bars, Jugendhäuser und öffentliche Bolzplätze dürfen nach Kretschmanns Worten ab dem 2. Juni wieder öffnen. Großveranstaltungen mit mehr als 500 Menschen blieben aber auf jeden Fall bis zum 31. August verboten.

Allerdings bestritt die CDU-Seite am Dienstagnachmittag, dass es über die neuen Vorgaben für die privaten Veranstaltungen eine Einigung in der Regierungskoalition gibt. CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart kündigte an, das Thema im Koalitionsausschuss am Freitag aufrufen zu wollen. Auch CDU-Generalsekretär Manuel Hagel sagte: "Das, was die Grünen da heute als Veranstaltungskonzept vorgestellt haben, entspricht absolut nicht unseren Vorstellungen."

Kretschmann hatte seine Worte eingeleitet mit der Erklärung, dass dies Beschlüsse des Kabinetts seien. Ein Regierungssprecher bekräftigte dies am Nachmittag. Aus anderen Regierungskreisen hieß es hingegen, Details zu den Lockerungen der Vorgaben für private Veranstaltungen seien nicht Teil des Kabinettsbeschlusses.

CDU-Generalsekretär Hagel bezeichnete die genannten Pläne jedenfalls als nicht praktikabel. "Wer soll das verstehen: Bei privaten Feiern dürfen nur 10 Menschen drinnen zusammenkommen und 20 draußen? Was machen die 20 Menschen im Garten, wenn es anfängt zu regnen?" Nötig seien auch Verhältnismäßigkeit und Klarheit in den Vorgaben.

Eine Arbeitsgruppe der Landesregierung hatte auch weitere Öffnungen ab dem 1. Juli und 1. August vorgeschlagen. Über diese weiteren Schritte gibt es aber laut Kretschmann noch keine Einigkeit. Noch in dieser Woche solle aber eine gemeinsame Linie gefunden werden.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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