Die Einfahrt zur Teststraße befindet sich an der Hinterseite des Feuerwehrhauses. Foto: Reimer

Nach etwa drei Monaten zieht das Oberndorfer Testzentrum von der Neckarhalle ins nebenanliegende Feuerwehrhaus. Wer will, kann sich nun auch im Vorbeifahren testen lassen. Noch ist allerdings unklar, wie ab Juli getestet wird.

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Oberndorf - 2388 Tests wurden seit Anfang März im Schnelltestzentrum in der Neckarhalle durchgeführt. Vier Mal war das Ergebnis positiv. "Es war wichtig, diese Fälle früh zu erkennen und die Kontaktkette zu unterbrechen", sagt Feuerwehr-Chef Manuel Suhr, der für die Leitung des Testzentrums verantwortlich ist. Mit dem Testbetrieb der vergangenen drei Monate ist er zufrieden: "Wir waren jeden Tag ausgebucht und haben dann innerhalb von drei Stunden etwa 100 bis 120 Personen getestet."

Nun ist das Testzentrum in das Feuerwehrhaus nebenan umgezogen. Grund dafür ist, dass am Mittwoch in der Neckarhalle ein DRK-Blutspendetermin stattfand. "Aufgrund der hohen Nachfrage wollten wir die Testungen aber nicht absagen", erklärt Suhr.

Höheres Tempo möglich

Das Testzentrum wird den ganzen Juni über im Feuerwehrhaus bleiben. Denn die neuen Räumlichkeiten bieten auch die Möglichkeit zum Testen nach dem Drive-In-Prinzip. Dadurch erhoffe man sich, im gleichen Zeitraum mehr Personen testen zu können. Angesichts der bevorstehenden Öffnungen ein wesentlicher Vorteil, des Prinzips.

Gleichzeitig könne dadurch auch der Personalaufwand reduziert werden. Insgesamt 30 Ehrenamtliche der Feuerwehr und des DRK-Ortsverbands Oberndorf sind im Testzentrum tätig. An Testtagen waren bisher neun von ihnen im Einsatz. In der Feuerwehrhalle sollen es nun fünf Helfer pro Tag sein. "Die Ehrenamtlichen haben gute Arbeit geleistet. Sie sollen durch das Drive-In-Prinzip nun aber etwas entlastet werden", sagt Suhr.

Die Teststraße befindet sich in der Waschhalle der Feuerwehr, in der für gewöhnlich die Einsatzfahrzeuge gereinigt werden. Dadurch sei die Feuerwehr auch weiterhin uneingeschränkt einsatzbereit. Der Eingang zur Halle befindet sich an der Hinterseite des Feuerwehrhauses.

Getestete erhalten einen Zettel mit einer Nummer. Diesen Zettel sollen sie gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe legen, während sie auf dem Schotterparkplatz, gegenüber vom Feuerwehrhaus, auf das Ergebnis warten. Nach etwa 15 Minuten teilt ihnen ein Helfer das Ergebnis mit.

Angebot auch im Juli?

Wie und wo ab Juli getestet wird, ist derzeit noch unklar. "Da müssen wir abwarten, wie sich die Lage entwickelt. Das hängt vom Bedarf ab. Solange aufgrund der Inzidenzzahlen Bedarf besteht, werden wir testen", sagt Suhr.

Im Testzentrum können sich Bürger aus Oberndorf und Epfendorf montags und mittwochs von 16.30 bis 19.30 Uhr kostenlos testen lassen. Vor 18 Uhr ist eine Anmeldung auf www.localgenie.de/coronatest nötig. Wer zu Fuß kommt, wird auch weiterhin getestet.

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