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Corona in Dunningen Senioren auf dem Weg zur Impfung helfen

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Bis die Spritze aufgezogen wird, gilt es verschiedene Hindernisse zu überwinden. In Dunningen wird jetzt ehrenamtliche Hilfe angeboten. Foto: Reichel/dpa

Viele befürchten, dass Senioren bei der Terminbuchung zur Corona-Impfung überfordert sind. Jetzt bekommen sie Hilfe. Mehr dazu lesen Sie in unserem (SB+)Artikel.

Dunningen - Norbert Oswald vom Frohen Alter Dunningen/Lackendorf hatte die Idee und rannte bei Rainer Pfaller vom Geselligen Alter Seedorf, Hans-Peter Storz von der Sozialgemeinschaft sowie Bürgermeister Peter Schumacher offene Türen ein.

Den Senioren müsse im unübersichtlichen Vorfeld einer Corona-Impfung geholfen werden, waren sich alle vier einig. Ob bei der Termin-Buchung oder später beim Transport ins Kreis-Impfzentrum in der Rottweiler Stadthalle, viele Senioren fühlen sich allein gelassen. Spontan setzten sich die vier zusammen und wussten nach kurzer Zeit, was nötig ist.

Bürger sollen Senioren helfen

Dass Bedarf an Hilfs-Angeboten besteht, das ist für Klaus Maier, Kassierer des Frohen Alters, im Gespräch mit unserer Zeitung ziemlich offensichtlich, denn in die Gruppe der über 80-Jährigen fallen in der Gemeinde Dunningen mit rund 6000 Einwohnern etwa 420 Senioren. Diese sollen nun alle angeschrieben werden, um Unterstützung anzubieten. "Wir sind gerade beim Eintüten der Schreiben", so Dunningens Bürgermeister Peter Schumacher am Mittwochmittag auf Nachfrage.

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Und das nennt man einen kurzen Dienstweg. "Zwischen dem ersten Anruf in der Sache bis zum fertigen Anschreiben sind kaum vier Stunden vergangen", so Schumacher. Zwar könnten viele Senioren auf jüngere Verwandte bei der Termin-Buchung zurückgreifen, aber viele eben auch nicht. Sie seien unsicher oder besäßen erst gar keinen Computer, beschreibt Klaus Maier die prekäre Situation.

Auch einen Fahrdienst zum Impfzentrum werde man anbieten, kündigt Maier an. Schließlich lebten viele Senioren zwar noch selbstständig, seien jedoch kaum mobil, oft auch alleinstehend.

Ob man als Begleitperson mit ins Zentrum dürfe, wisse man noch nicht. Viele Senioren seien unsicher in einer solchen Impf-Situation, hörten vielleicht nicht mehr so gut und seien durchaus in Gefahr, Wichtiges bei der Prozedur nicht mitzubekommen, so Maier. Eine Person des Vertrauens gebe da Sicherheit.

Signal an Senioren, dass sie nicht alleine sind

Ab sofort kann man sich bei Maier und Rainer Pfaller telefonisch melden, ob Hilfe gebraucht oder gewünscht wird, denn ab dem 18. Januar sind Termine für das Impfzentrum in Rottweil buchbar.

Von Anfang an saß die Gemeinde Dunningen mit im Boot. "Wir werden den Versicherungsschutz für den Fahrdienst übernehmen", beschreibt Peter Schumacher die Rolle der Gemeinde bei der Aktion. Ob noch weitere Unterstützung nötig sein wird, werde sich entscheiden, wenn man die Resonanz auf das Hilfs-Angebot einschätzen könne. Die Gemeinde steht jedenfalls Gewehr bei Fuß. Wichtig sei das Signal an die Senioren, dass sie nicht allein sind. "Da müssen wir einfach was anbieten", so der Schultes.

Kritisch findet Schumacher, dass man wieder in den Gemeinden die Ärmel hochkrempeln müsse, um Defizite auszugleichen. Eines habe er im Zuge der Pandemie aber auch gelernt. "Wenn wir vor Ort was machen, dann wissen wir auch, dass es funktioniert", so der Schultes trotzig.

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