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Corona in Blumberg Fallzahlen geben Anlass zur Sorge

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Um die Bevölkerung zu sensibilisieren, die Abstandsregeln einzuhalten und Masken zu tragen, montiert der Bauhof in der Innenstadt rund 70 Hinweisschilder. (Symbolfoto) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Blumberg - Bei den Corona-Zahlen hatte Blumberg bis Montag tagelang 30 akut Infizierte und mehr. Nun reagiert die Stadt mit dem Anbringen von Schildern.

Insgesamt wurden 95 Fälle bestätigt, davon sind 67 Personen genesen. Mit 28 akut Infizierten lag diese Zahl am Dienstag erstmals wieder seit rund einer Woche unter 30. Beim Anteil der Infizierten im Verhältnis zur Einwohnerzahl bleibt Blumberg im Schwarzwald-Baar-Kreis trotzdem hinter Triberg an zweiter Stelle.

Ausgangssperre in Riedböhringen tritt in Erinnerung

Der relativ schnelle Anstieg in letzter Zeit bereitet Bürgermeister Markus Keller große Sorge. Einen Anstieg um 30 Infizierte in zwei bis drei Wochen hätten sie nur in der Anfangsphase im Frühjahr gehabt, und damals hatten Stadt und Gesundheitsamt in Riedböhringen bei dort 28 Fällen auf 1000 Einwohner eine zweiwöchige Ausgangssperre verhängt.

Um die Bevölkerung zu sensibilisieren, die Abstandsregeln einzuhalten und Masken zu tragen, montiert der Bauhof in der Innenstadt rund 70 Hinweisschilder in der Hauptstraße, Tevesstraße, Leo-Wohleb-Straße sowie vor der Realschule, der Eichberg-Grundschule und der Werkrealschule.

Im Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis sieht man die Entwicklung in Blumberg ebenfalls mit Sorge: "Die Situation in Blumberg sieht unser Gesundheitsamt derzeit durch verschiedene Ausbrüche als zunehmend ernst an", teilte Pressesprecherin Heike Frank auf Anfrage mit. Jeder Einzelne sei dazu aufgerufen, sich an die "AHA + A + L–Regeln" zu halten: Abstand, Hygiene und Alltagsmaske (AHA) sowie App (A) und Lüften (L). "Unsere Mitarbeiter des Gesundheitsamtes sind mit Hochdruck an der Kontaktpersonenermittlung, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen", so Frank.

Stadt hat Abstrichstelle auf dem Gelände der Eisenbahn eingerichtet

Sorge bereiten dem Bürgermeister und seinem Team nicht nur die akut Infizierten. Insgesamt seien fast 200 Menschen in Blumberg in häuslicher Quarantäne, die das Gesundheitsamt angeordnet habe. Neben den 28 akut Infizierten handle es sich dabei um Menschen, die mit einem Infizierten unmittelbar Kontakt hatten.

Um den Familien und Betroffenen zu helfen, reaktiviert die Stadt den Einkaufsservice. Wer sich in Quarantäne befindet und Hilfe beim Einkaufen benötigt, kann sich an die Stadt wenden. Bestärkt hätten sie die guten Erfahrungen im Frühjahr. "Kein Bürger hat den Einkaufsservice ausgenutzt", betont Keller, "die von der Stadt vorgestreckten Beträge wurden gleich zurückerstattet."

Die Verwaltung versuche, so viel wie möglich zu unterstützen. So habe die Stadt für die Arztpraxen auf dem Gelände der Eisbahn eine Abstrich-Stelle im Freien mit Sichtschutz eingerichtet, die Bürger mit einem Auto nutzen können. Dort werden vom Personal der Arztpraxen aussagekräftige PCR-Tests vorgenommen.

Insgesamt ruft der Bürgermeister die Bevölkerung zur Besonnenheit auf, jeder müsse, bei der Arbeit und insbesondere im Privaten, Verantwortung übernehmen: "Es hat schon seinen Grund, dass die Bundeskanzlerin das nächste Treffen mit den Ministerpräsidenten auf Mittwoch vorverlegt hat."

Wer Hilfe braucht beim Einkaufen, oder einen Tierfreund, der mit dem Hund mal Gassi gehen kann oder wer sich einfach einmal gerne am Telefon austauschen möchte, kann sich bei der Stadt unter Telefon 07702/5 11 06 oder unter E-Mail haltetzusammen@stadt-blumberg.de melden. Der Service ist für den Kauf von Lebensmitteln in haushaltsüblicher Menge (keine Genussmittel wie zum Beispiel Alkohol). Die Stadt koordiniert und sammelt alle Wünsche und Angebote. Der Einkauf wird von dem Helfer an die Haus-/Wohnungstür geliefert mit Kassenbon und einem Überweisungsträger.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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