Die Gastronomie soll bis 22 Uhr öffnen dürfen. Foto: Rath

Im Kreis Freudenstadt gelten voraussichtlich ab Freitag, 4. Juni, weitere Corona-Lockerungen.

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Kreis Freudenstadt - Das Landratsamt in Freudenstadt bereitet weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen vor, die ab Freitag, 4. Juni, in Kraft treten könnten. Seit Freitag, 21. Mai, gilt im Landkreis Freudenstadt bereits der sogenannte Öffnungsschritt eins der Coronaverordnung des Landes, der einige Lockerungen ermöglichte. Wie das Landratsamt mitteilt, habe sich die vom Robert Koch-Institut veröffentlichte Sieben-Tage-Inzidenz seither kontinuierlich unter dem Wert von 100 gehalten und im Durchschnitt nach unten entwickelt.

Dies könnte ab Freitag weitere Öffnungen ermöglichen, sofern die Infektionslage sich nicht durch eine Vielzahl an neu positiv Getesteten erhöht, heißt es in einer Pressemitteilung. Im Landratsamt habe man die Zahlen im Blick und bereite sich derzeit darauf vor, am Donnerstag, 3. Juni, eine entsprechende Bekanntmachung zu veröffentlichen, wonach ab Freitag die Öffnungsstufe zwei in Kraft treten kann. Dann wären nach der Coronaverordnung mit Test- und Hygienekonzept zusätzliche Öffnungen der Gastronomie bis 22 Uhr, Kulturveranstaltungen innen mit bis zu 100 Personen und außen mit bis zu 250 Personen möglich, wie auch die Öffnung der Wellnessbereiche, Saunen und Schwimmbäder mit Personenbegrenzung. Unter der Voraussetzung, dass die Infektionszahlen sich nicht sprungartig nach oben entwickeln, will das Landratsamt am Donnerstag dies auf seiner Homepage unter www.kreis-fds.de bekannt machen.

Am Montag wurden dem Landratsamt zwei Neuinfektionen aus Freudenstadt und Horb gemeldet. Die Zahl der positiv getesteten Verstorbenen hat sich um eine Person auf insgesamt 157 erhöht. Zur Meldung des Landesgesundheitsamts besteht eine Differenz von zwei.

Seit Beginn der Pandemie wurden 5366 Menschen positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Aus der Isolierung entlassen wurden inzwischen 4999 Personen (plus vier). 210 (minus drei) Infizierte befinden sich noch in Isolierung. Das Robert-Koch-Institut meldete am Dienstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 61,7.

Ab Montag, 7. Juni, wird es auch in den Impfzentren keine Priorisierung mehr geben, nach der entsprechenden Zulassung von Biontech nun auch für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. Über den Ablauf und die notwendigen Dokumente beziehungsweise Unterschriften der Erziehungsberechtigten werde das Land in den nächsten Tagen informieren, so das Landratsamt.

Nur wenige Ersttermine

Aufgrund der hohen Impfzahlen vor sechs Wochen erhalte das Kreisimpfzentrum in Dornstetten (KIZ) auch diese Woche eine Zusatzlieferung, um die Zweitimpfungen sicher vornehmen zu können. Deshalb könnten auch nur wenige zusätzliche Ersttermine eingestellt werden. Dies falle zeitlich ungünstig mit dem Wegfall der Priorisierung zusammen. Deshalb müssen sich Impfwillige weiterhin in Geduld üben.

Indessen hat das Land Impfquoten unter Einbeziehung der Impfungen in den Arztpraxen veröffentlicht. Der Anteil der erstgeimpften Bürger im Landkreis Freudenstadt liegt demnach bei 36,8 Prozent (43 611 Menschen). Vollständig geimpft sind 14,7 Prozent (17 442 Menschen).

Im KIZ in Dornstetten wurden 39 344 Menschen, darunter auch Personen aus anderen Landkreisen, zum ersten Mal und 15 938 zum zweiten Mal geimpft. Insgesamt 1042 Personen erhielten die Einmalimpfung von Johnson & Johnson. Stand 1. Juni vormittags verabreichten die 64 Impfpraxen im Landkreis 21 638 Erst- und 6383 Zweitimpfungen.

Wie das Landratsamt weiter mitteilt, bittet das KIZ diejenigen, die ihre Termine im KIZ nicht wahrnehmen möchten, diese rechtzeitig abzusagen, damit andere zum Zuge kommen können.

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