Rund 80 Corona-Maßnahmen-Gegner hatten sich am Montag erstmals in Waldmössingen zur Menschenkette entlang der Seedorfer Straße unter dem Motto "Mondays for Future" versammelt. Foto: Wegner

Wo waren jetzt die Vertreter der Vereine, die zu einer lauten Demonstration mit ihren Vereinsutensilien eingeladen worden waren? "Wir haben gar keine Waldmössinger gesehen", sagten sowohl ein ehemaliger Ortschafts- und Gemeinderat, wie auch ein aktiver Ortschaftsrat, die die Menschenkette von "Mondays for Future" in der Seedorfer Straße von der gegenüberliegenden Straßenseite betrachteten.

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Schramberg-Waldmössingen - "Wir stehen hier", sagten befragte Waldmössinger und zeigten auf rund 15 junge Leute, die mit Plakaten gegen die Aktion der "Querdenker" und Corona-Maßnahmen-Aktionsgegner friedlich auf dem Platz vor dem Feuerwehrmagazin standen und machten damit ihre Unterstützung für diese Gegenaktion deutlich.

Logos von Waldmössinger Vereinen auf T-Shirts oder ähnlichem suchte man bei den "Querdenkern" vergebens. Lediglich zwei Personen waren mit einem Vereinspulli aus Hardt, drei Damen mit einem aus Fluorn-Winzeln vertreten, letztere hatten auch Trommel und Kastagnetten mit dabei.

"Zur Sicherheit" viele Beamte

Die Polizei hatte vorgesorgt: Acht Beamte plus ein Hundeführer waren vor Ort, zudem Cornelia Penning vom Ordnungsamt der Stadt. Notwendig wäre dies nicht gewesen, alles lief friedlich und geordnet ab. "Zur Sicherheit" sei man mit einer größeren Zahl an Beamten gekommen, sagte Schrambergs Revierleiter Jürgen Lederer.

Die Aussagen der Demonstrationsteilnehmer deckten sich mit den bekannten Plakaten aus Schramberg und anderen Veranstaltungen – so beispielsweise "das Schlimmste am dreiwöchigen Lockdown: die ersten sechs Monate".

Die Zahl der Demonstranten schätzte die Polizei auf 80 bis 100, die aber nicht alle gleichzeitig an der Straße gestanden waren.

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