Zum "Lichterspaziergang" waren 60 bis 70 Teilnehmer gekommen. Die Polizei beobachtete das Treiben. Foto: Müller

Der Arzt Wolfgang von Meißner hat den stummen Protestzug an der Praxis vorbei als "gespenstisch" empfunden. Die Mannschaft im Ärztehaus habe sich durch die Anwesenheit der Polizei jedoch sicher gefühlt.

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Baiersbronn/Freudenstadt - "Uns hat sich allerdings nicht erschlossen, wofür oder wogegen die Teilnehmer der Kundgebung denn eigentlich sind", sagte von Meißner.

Am Tag nach der Kundgebung seien bei ihm viele Solidaritätsbekundungen "aus allen Kanälen und von allen Ebenen aus ganz Deutschland" eingegangen, per Telefon, E-Mail und auf sozialen Netzwerken.

Arzt begrüßt Mitteilung der Stiko

Ansonsten begrüßte der Arzt die Mitteilung der Stiko, die Frist für die Auffrischungsimpfung auf drei Monate zu verkürzen. "Dass das notwendig und sinnvoll ist, wussten wir aus ärztlicher Praxis schon länger", so von Meißner.

Das Impfzentrum Obertal, an dem die "Hausärzte am Spritzenhaus" beteiligt sind, habe darauf bereits reagiert: Dort werde auch am 22. Dezember geimpft und, falls es genug Anmeldungen gibt, auch noch am 23. Dezember.

Auch zwischen den Jahren wird geimpft

Auch zwischen den Jahren sei dort Betrieb, auf jeden Fall von 27. bis 29. Dezember. Das Vakzin von Biontech sei bis 23. Dezember noch in größeren Mengen auf Lager, der Impfstoff von Moderna auch darüber hinaus.

Mit einer rechtlichen Bewertung des "Lichterspaziergangs" tut sich das Landratsamt als zuständige Kreispolizeibehörde schwer, heißt es dort. Man müsse auch das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit wahren.