Die Coronatests haben weitere positive Fälle im Landkreis zutage gefördert. Die Inzidenz liegt am Sonntagnachmittag bei 235,9. (Symbolfoto) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Der Landkreis Rottweil hat auch am Sonntag, um damit den dritten Tag hintereinander, den kritischen Inzidenz-Wert von 200 überschritten. Er beträgt 235,9. Damit sind Schulöffnungen spätestens ab Dienstag/Mittwoch vom Tisch. Eine einheitliche Linie indes gibt es nicht. In manchen Gemeinden werden die Schulen dennoch am Montag geöffnet. Wenngleich absehbar ist, dass es nur für ein, zwei Tage ist.

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Kreis Rottweil - Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Rottweil liegt am Sonntag zum dritten Mal über dem kritischen Wert von 200. Er beträgt 235,9. Damit greifen strengere Regeln. Dies festzustellen ist Aufgabe der Landkreisbehörde. Voraussichtlich wird sie dies am Montag mit Wirkung ab Dienstag machen. Dann müssen alle Schul- und Kita-Öffnungen wieder zurückgenommen werden. Es bleibt bei der Notbetreuung und dem Besuch der Schule von Abschlussklassen.

Diese Entwicklung haben bereits mehrere Schulen und Kommunen vorhergesehen und haben bereits am Sonntag beschlossen, am Montag erst gar nicht die Schulen zu öffnen, sondern maximal die Kigas und die Notbetreuung. Eine einheitliche Linie indes ist im Landkreis nicht zu erkennen. Im Prinzip entscheidet jede Schule und Gemeinde für sich. Die Eltern, so hieß es, werden von den Schulen direkt informiert. Es ist also ein gehöriges Corona-Durcheinander im Kreis Rottweil.

Wir haben bislang folgende Informationen zusammengetragen:

In Schramberg etwa bleiben die Schulen demnach geschlossen. Auch, da in der Stadt die südafrikanische Virusmutante erstmals für den Kreis nachgewiesen wurde. Rottweil verfährt ebenso (Schulen bleiben bis auf Notbetreuung und Abschlussklassen zu), wird jedoch zumindest am Montag die Kindergärten offen halten, um die Eltern nicht in die Bredouille zu bringen. Dasselbe gilt für Zimmern, wobei dort zwei Einrichtungen wegen Coronafällen sowieso zu sind, Auch Dornhan kehrt nicht zum Regelbetrieb zurück,

Dunningen will es zumindest so lange versuchen, bis das Landratsamt offiziell die Feststellung trifft, dass die 200er-Grenze überschritten ist. Bürgermeister Peter Schumacher äußert, dass sowohl die Eschachschule als auch die Grundschule den Präsenzunterricht am Montag nicht aussetzen. In Epfendorf werden die Grundschulen und die Kitas regulär geöffnet sein. In Oberndorf haben der Leiter des Gymnasiums, Dirk Weigold, und der Geschäftsführende Schulleiter für Oberndorf, Michael Schwarz, haben mitgeteilt, dass die Schulen in den Notbetrieb gehen, also Schließung ausgenommen für die Abschlussklassen.

In Vöhringen bleiben die Mühlbachschule, die Grundschule Wittershausen und die vier kommunalen beziehungsweise kirchlichen Kindertagesstätten am Montag geöffnet. Damit sollen die Eltern die Möglichkeit erhalten, am Montag mit ihren Arbeitgebern zu sprechen, um ab Dienstag eine Betreuung organisieren zu können, so Bürgermeister Stefan Hammer. Er betont: Eltern brauchen ein Mindestmaß an Verlässlichkeit." In Sulz bleibt das Albeck-Gymnasium auch geschlossen.

Der Landkreis wiederum hat entschieden und legt den Schulleitungen der kreiseigenen Schulen nahe, die Kreisschulen am Montag nicht in Präsenzbetrieb zu nehmen. Das gelte für alle Beruflichen Schulen sowie für die Erich-Kästner-Schule in Oberndorf mit Schulkindergarten. Ausgenommen hiervon seien Abschlussklassen und Notbetreuung.

Die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) mit Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung wie die Gustav-Werner Schule in Rottweil und Wittumschule in Schramberg blieben laut Kultusministeriumsschreiben vom 14. April bei einer Inzidenz von über 200 ebenfalls im Präsenzunterricht.

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